Die Kunst trotzt der Isolation. Das Offene Haus Oberwart will innovativ und kraftvoll aus der Krise gehen: Und so wird eine Institution zum Museum und ein Park zur Bühne für Riesenpuppen …

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 14. Mai 2020 (03:11)
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Die Lage ist schwierig, die Zukunft alles andere als geklärt – aber Kunst passiert, so oder so. Das stellt nun auch das Team des Offenen Hauses Oberwart klar. Und so schnell wie möglich will man raus aus dem „virtuellen Gefängnis“ und ein Zeichen setzen, unter Einhaltung all der neuen Spielregeln, versteht sich.

Deshalb wird es schon morgen, Freitag, zwar keine Vernissage, wohl aber eine neue Ausstellung im OHO geben: Unter dem Titel „Shutdown?“ startet die Reihe mit Arbeiten von Wolfgang Horwath, Foto- und Videokünstler Christian Ringbauer sowie mit Anna Carina Roth, deren Schau besagtem Shutdown zum Opfer fiel. Als „work in progress“ kommen laufend neue Werke hinzu, das ganze Offene Haus wird somit bis Ende August zum Museum!

Ebenso zügig geht die Theaterinitiative Burgenland in die neuen Zeiten: Das „Erste Österreichische Distanz Theater“ – nach einem Konzept von Peter Wagner – soll als große Kooperation (mit OHO, Klagenfurter Ensemble, Autorinnen und Autoren, Musikerinnen und Musikern) im Stadtpark in Oberwart Premiere feiern; wenn es die Lage erlaubt, dann zum Ende des Sommers. „Bleib mir vom Leibe!“, lautet die augenzwinkernde Prämisse: Von Henryk Mossler entworfene, von Menschenhand betriebene Riesenpuppen erzählen Geschichten auf Distanz, und das in weiterer Folge auch an weiteren Aufführungsorten. Man ist gespannt!