Rabnitztaler Malerwochen brachten tierisch tolle Werke hervor

Erstellt am 01. August 2022 | 17:08
Lesezeit: 3 Min
Seit 1971 treffen sich jährlich Künstler aus aller Welt auf Einladung von Harro Pirch in Unterrabnitz. Einige der heurigen neun Teilnehmer haben sich künstlerisch mit der Tierwelt auseinandergesetzt.
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Im Garten des Turmhauses vom Unterrabnitzer Künstler Harro Pirch arbeiteten acht Künstler und ein Literat (Gerhard Altmann) knapp drei Wochen lang Seite an Seite. Von den Ergebnissen kann man sich bis 13. August (Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung unter 02616/8510) überzeugen.

„Es war ein sehr harmonisches gemeinsames Arbeiten. Jeder hat in seiner Art, seine Technik, seine Handwerklichkeit, sein Empfinden und seine Thematik umsetzen können“, betonte Hausherr Harro Pirch.

Tierisch wurde es heuer etwa bei Manfred Leirer mit seinen Schweinebildern, den Katzen-Aquarellen von Gustav Just, Harro Pirchs Stierkampfszenen oder Holzbildhauer Daniel Bucur, der als erste seiner 14 in Unterrabnitz geschaffenen Arbeiten einen lustigen Hahn kreierte. Die Blumen des Gartens haben die beiden Jungen in der Künstlerriege, Constanze Pirch und Florian Lang, in individuell sehr unterschiedlicher Form in Bildsprache umgesetzt.

Pirch hatte dazu zunächst einen Goldgrund aufgetragen und darauf dann "realistisch, aber trotzdem mit zartem abstraktem Anklang", wie es ihr Vater Harro Pirch beschrieb,  die Blumen gemalt. Lang hat indes getrocknete Blumen in die Bildsprache umgesetzt und diese dann penibel ausgemalt. Aus dem Ausland waren Bernd Romankiewitz (Deutschland) mit Drucken und Myoung Lee (Südkorea) dabei, "ein Maler, der sich der Surrealität der Natur verschrieben hat", wie es Pirch umschrieb. Er begeisterte unter anderem mit lichtdurchfluteten Meeresstimmungen.

Die Ausstellungseröffnung nahm Landesrat Leonhard Schneemann vor, der kurz die Geschichte der Malerwochen skizzierte. "Seit 1971 ist hier aus einer Privatinitiative etwas Großartiges entstanden. Harro Pirch schafft hier Raum für Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt. Mit diesem Ereignis verbinden wir heute nicht nur Künstlerisches – die große Zahl von Gästen zeigt auch, dass die Malerwochen längst schon zu einem gesellschaftlichen Ereignis geworden sind. Und das nicht nur hier in Unterrabnitz", so Schneemann. Der auch meinte: "Der volle Terminkalender des Herrn Landeshauptmann ist mein großer Gewinn. Ich freue mich, dass ich hier sein darf. Der Landeshauptmann ist ein Fan der Rabnitztaler Malerwochen geworden und heute ist ein weiterer dazugekommen."