Frequency Tag 2: Heiße Tänze mit Bass oder Fidel. Als Tag der Gegensätze präsentierte sich der zweite heiße Frequency-Tag, hier schwingende Gitarren, Trompeten und Fideln, da elektronische Beats und schnelle Stimmen. Aber egal für welche Seite man sich entschied, getanzt wurde immer viel.

Von Max Steiner. Erstellt am 18. August 2018 (11:16)

Einen Vorgeschmack gab da schon am Nachmittag der volle Wavebreaker bei Faber. Der sympathische Schweizer erhellte zusammen mit der Sonne die Gemüter mit Gitarre und Trompeten, tausende sangen und sprangen bereits mit.

Die andere Seite zeigte dann als einziger elektronischer Act auf der Green Stage das deutsche DJ-Wunderkind Felix Jaehn, der mit melodischem Elektro-Sound a la "Aint Nobody loves me better" sanft die größer werdenden Massen bewegte, die es schon von der Traisen vor die Bühne zog.

Wesentlich lauter rief dann Afrojack weit hörbar auf die Space Stage, wo ab dann die Beats zu Hause waren - was bei Nummern wie "Turn up the Speakers“ auch nicht anders zu erwarten war.

Dancehall steuerte RAF Camora in der Folge zu der spannenden Mischung auf der Space Stage an diesem zweiten Frequency Tag bei. Mit der Stimme von Bones MC gab's die Überleitung zu dem, was am Abend folgen sollte.

Gitarren auf der grünen Wiese, Elektro und Rap-Party im All

Denn für Sprechgesang war an Tag zwei hauptsächlich Macklemore mit Ryan Lewis zuständig. Bestens gelaunt fegte der über die Space Stage und hatte mit "And we danced" ebenfalls die richtige Nummer im Gepäck, um an einem heißen Sommertag richtig Bewegung in ein Festival zu bringen.

Wer mit Gitarren tanzen wollte, der fand sich ab Mando Diao endgültig auf der Green Stage wieder, auch wenn die Schweden des öfteren ruhigere Töne anschlugen, als noch vor einigen Jahren. Bei „Dance with Somebody“ stand wieder kaum jemand still und konnte sich der Energie entziehen, die noch immer von der Bühne kommt.

Das galt für die Broilers umso mehr, deren Aufforderung "Tanzt du noch einmal mit mir" fleißig Folge geleistet wurde. Vor der Bühne wirbelten die Freunde von Punkrock ordentlich Staub auf. Mit ihren Fans freuten sich die Deutschen über ein Festival von Welt. Bremsen konnte sie auch nicht der kurze Tonausfall, der auf der Green Stage nur einen kurzen Moment verschnaufen ließ.

Als krönender Abschluss erklang auf der grünen Bühne  "Drunken Lullabies" aus zehntausenden Kehlen, die Sänger Dave King bei einem energiegeladenen Auftritt von "Flogging Molly" unterstützten. Ein teuflischer Tanz folgte auf den nächsten, angetrieben von irischer Lebensfreude. Auf einem vollen "Devil's Dance Floor" gab's kaum ein Halten und viele schwingende Beine.

Gegensätzlicher könnte das großes Finale auf der Space Stage kaum gewesen sein. Mit Bombast und auch vielen optischen Effekten heizte Hardwell weiter ein als die Sonne längst untergegangen war und leitete nahtlos über in den Night Park, der sich dann schnell bis zur Kapazitätsgrenze füllte, weil viele vom Tanzen immer noch nicht genug hatten.