St. Pöltens Blaulicht-Kräfte im Festivaleinsatz: Ein Überblick

Erstellt am 16. August 2022 | 16:43
Lesezeit: 2 Min
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Schon im Laufe der Vorwoche wurden Absperrungen und Zelte für die Ausschank aufgestellt.
Foto: Straubinger
Einsatzkräfte hoffen auf ein ruhiges Frequency. Sie sind zu Hunderten vor Ort.

60.000 Einwohnerinnen und Einwohner hat die Stadt. Mit 50.000 Festivalgästen pro Tag rechnet man derweil am Frequency. Das sei eine enorme Herausforderung, so Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler. „Der Campingplatz ist teilweise 30 Meter neben Anrainerhäusern. Wir hoffen auf Rücksichtnahme.“ Partys am Campingplatz nach den Konzerten sind immer eine Herausforderung für die Polizei.

Zum Glück seien die Festivalgäste ruhig und nicht aggressiv, sagt der Stadtpolizeikommandant. Deswegen hofft die Polizei auf ein friedliches Festival. Die anderen Einsatzorganisationen stimmen zu. „Wenn wir alle aufeinander Rücksicht nehmen, wird das schon“, meint Bezirksstellenleiter Werner Schlögl vom Roten Kreuz.

Auch die Wasserrettung ist unterwegs

Mehrere hundert freiwillige Sanitäter sind im Festivaleinsatz. Festes Schuhwerk, warme Kleidung für die Nacht, Sonnenschutz und ausreichend antialkoholische Flüssigkeitszufuhr empfiehlt das Rote Kreuz für einen sicheren Festivalgenuss. Die Einsätze beschränken sich meistens auf kleine Verletzungen, Insektenstiche und Kreislaufprobleme.

Unterwegs ist auch die Wasserrettung. Und auch sie rechnet mit gemäßigten Gästen. Lediglich die Harlander Brücke ist Jahr für Jahr ein Hotspot für gefährliche Sprünge ins Wasser. „Da appellieren wir an die Eigenverantwortung“, meint Abschnittsleiterin Doris Horvath.

Bei allen Blaulichtorganisationen sei bereits eine gewisse Routine eingekehrt. Bäuchler verweist nur darauf, dass das Festival zwei Jahre nicht stattgefunden hat. Bei den Gästen habe möglicherweise ein Generationenwechsel stattgefunden und es fehle die Routine.

Um Staus bei der Anreise und die mühsame Parkplatzsuche zu vermeiden, empfiehlt der ÖAMTC die Anreise mit den Öffis. Gerade bei der Abreise könnte es zu Problemen kommen, da sich im Gegensatz zur Anreise da alle gleichzeitig auf den Weg machen. Für die Anrainer hat die Stadt eine Hotline eingerichtet und ein Parkkonzept erstellt.