Burgenland setzt auf Joseph Haydn als Kulturmarke. Das Burgenland will mit Joseph Haydn als Marke im Kulturbereich punkten. Die Bevölkerung war deshalb unter dem Motto: "Bist du Haydn?" aufgerufen, Ideen einzubringen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 29. März 2019 (15:25)

Zusammen mit den Beiträgen von Experten und Institutionen aus den Bereichen Kunst und Kultur, Wirtschaft und Tourismus sollen diese in eine "Haydn-Strategie 2025" einfließen. Am Freitag wurden in Eisenstadt die Ergebnisse diskutiert.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hob dabei die Zusammenarbeit mit den Esterhazy Betrieben hervor. "Wir haben uns dahin gehend verständigt, das Denkmal Joseph Haydn, die Geschichte und Tradition gemeinsam zu leben und auch gemeinsam in die Welt hinauszutragen", sagte Doskozil. Auch Niederösterreich und Wien, aber auch Ungarn sollen dabei eingebunden werden.

Haydn Konservatorium in Eisenstadt soll Privatuniversität werden

Das Haydn Konservatorium spiele bei der Erarbeitung der Strategie eine tragende Rolle. Ziel sei es auch, für diese Institution den Status einer Privatuniversität zu erlangen.

Mit der "Haydn-Strategie 2025" soll Haydn in all seinen Facetten erfasst werden - ob als genialer Komponist, musikalischer Wegbereiter, Hofkapellmeister und Mensch, aber auch als Marketinggenie in eigener Sache, Geschäftsmann, Netzwerker und Frauenschwarm. Zusammen mit der Region und mit Eisenstadt sowie speziell mit Schloss Esterhazy den Genius Loci werbewirksam einem weltweiten Publikum als Marke zu präsentieren, sei das Ziel der "Haydn-Strategie 2025". Haydn müsse für Eisenstadt das sein, was Mozart für Salzburg sei, formulierten es Diskussionsteilnehmer.

Viele Ideen wurden eingereicht. Sie können auf der Homepage www.bistduhaydn.at nachgelesen werden und reichen von Schaffung eines Haydn-Pavillons und einer Haydn-Musikmeile über eine Freiluftbühne oder ein Theaterstück bis zur Errichtung eines Haydn-Wanderweges. Auch ein "Haydn-Cruiser" auf dem Neusiedler See, ein eigener Youtube-Channel, Kulinarikkreationen und interaktive Projekte für das junge Publikum wurden vorgeschlagen.

"Erlebniswelt rund um Haydn" gewünscht

Haydn müsse sowohl Gästen als auch der Bevölkerung auf breiter Basis wahrnehmbar gemacht werden. Auch der Wunsch nach Entwicklung einer "Global Brand" wurde geäußert. Aus touristischer Sicht wurde für die Schaffung einer "Erlebniswelt rund um Haydn" plädiert. Damit ließen sich Gäste länger in der Region halten und zum Wiederkommen bewegen.

Eine digitale Reise soll virtuell durch Haydn-Schauplätze führen und diese den Gästen schmackhaft machen. Wichtig sei es auch, Angebote für junges Publikum zu schaffen. "Haydn muss im Herz und im Kopf aller Burgenländerinnen und Burgenländer verankert werden", sagte Claudia Priber, die Leiterin der Kulturabteilung des Landes.