Andy Hallwaxx: Premiere bei Schloss-Spielen. Der gebürtige Südburgenländer Andy Hallwaxx übernimmt heuer zum ersten Mal die Regie bei den Schloss-Spielen Kobersdorf.

Von Elisabeth Tritremmel. Erstellt am 01. Juli 2021 (02:01)
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Mit dem Ensemble. Andy Hallwaxx (vorne, 2.vl.) mit dem Ensemble rund um Intendant Wolfgang Böck (2.v.r.).
Vogus

Ab 6. Juli heißt es im Schlosshof Kobersdorf „Außer Kontrolle“ – denn die Schauspielerriege rund um Wolfgang Böck ist heuer mit diesem Stück von Ray Conney zu sehen. Andy Hallwaxx gehört an diesem (und den folgenden) Abenden zu jenen, die die Kontrolle behalten müssen: Er hat nämlich heuer die Regie inne. Hallwaxx ist in Kemeten bzw. St. Martin in der Wart aufgewachsen und war schon immer vom Theater begeistert – wie seine ganze Familie. „Ab der Erstkommunion durfte man bei der Theatergruppe mitspielen, und da war ich dann dabei“, erinnert er sich. Er begann seine Karriere auf der großen Bühne als Schauspieler, ehe er ins Regie-Fach wechselte.

So war er unter anderem am Volkstheater in Wien, im Rabenhof in Wien, der Wiener Staatsoper oder der Staatsoperette Dresden als Regisseur engagiert. „Es hat sich so ergeben, dass ich begonnen habe, Stücke zu schreiben und dann auch Regie geführt habe“, erzählt Hallwaxx, der auch treuer Zuschauer der Schloss-Spiele Kobersdorf ist und viele dort tätige Schauspieler kennt. „Intendant Wolfgang Böck ist auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich Regie führen möchte“, meint er. Dann musste man coronabedingt ein Jahr pausieren, doch heuer bringt man „Außer Kontrolle“ doch auf die Bühne. „Das Stück selbst ist schon schwierig zu inszenieren, es ist wie im Zirkus ein Trapez- oder ein Jonglier-Akt. Wenn es funktioniert, dann sieht man das natürlich nicht mehr“, verrät Hallwaxx.

Das diesjährige Ensemble sei exzellent – und die Schauspieler verstehen sich untereinander. „Beim Stück muss alles ineinandergreifen, da hilft das dann schon“, erklärt der Regisseur. Er hat auch selbst schon „Außer Kontrolle“ gespielt. „Das ist auch interessant, plötzlich nicht mehr auf der Bühne zu stehen, sondern unten zu sitzen“, so Hallwaxx.

„Kobersdorfer Publikum hat hohe Ansprüche“

Dass er als Burgenländer im Burgenland inszenieren darf, freue ihn besonders. „Denn ‚Dahoam is dahoam‘, man weiß, was das Publikum möchte“, meint er. Das Kobersdorfer Publikum ist viel gewöhnt, was Wetterkapriolen angeht – und hat hohe Ansprüche an das Sommertheater. Das anspruchsvolle Stück von Ray Conney benötigt sieben Wochen Probearbeit – drei Wochen wurde in Wien gearbeitet, vor Kurzem ist man in das Schloss in Kobersdorf übersiedelt.

„Das Schöne am Sommertheater ist ja, dass man an außergewöhnlich schöne Orte kommt. Ich habe schon viel Sommertheater gemacht, das Kobersdorfer Schloss ist wirklich speziell schön, wie Kobersdorf überhaupt“, meint er. In den Arkaden des Schlosses Theater spielen zu können, sei eine wunderschöne Erfahrung. „Und bei den heißen Temperaturen ist es auch angenehm kühl in den Innenräumen“, schmunzelt Hallwaxx.