Sepp Laubner: Bilder als Erinnerung. Retrospektive in der Landesgalerie: An der Ausstellung hat der im Vorjahr verstorbene Künstler noch selbst mitgearbeitet.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 03. Juni 2021 (05:13)
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Eröffnung. Kuratorin Margit Fröhlich, KBB-Geschäftsführerin Barbara Weißeisen-Halwax, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Ina Laubner, Kurator Günter Unger, Gabi Laubner, KBB-Marketingleiter Alexander Kery (v.l.).
KBB/Kremser

Seine eigenen 50 Jahre für die Kunst im 100. Jubiläumsjahr des Landes zu zeigen – das war einer der großen Wünsche Sepp Laubners. In der Landesgalerie im Kulturzentrum Eisenstadt findet dieser Wunsch nun auch für seine Freunde und viele Kunst-Fans Erfüllung: Bis September sind hier zahlreiche Werke Laubners zu sehen, von frühen gegenständlichen Arbeiten bis zu den bekannten abstrakten Großformaten.

Landesgalerie Eisenstadt - Sepp Laubner: Bilder als Erinnerung
Unvergessen. Sepp Laubner prägte die Kunstszene im Land.  Foto: BVZ
BVZ

Der Titel – „In interessanten Zeiten leben“ – stammt noch vom Künstler selbst, der stets auf die Strömungen seiner Zeit reagiert und repliziert hat. Bevor Sepp Laubner im vergangenen September 70-jährig verstarb, hat er noch an der Konzeption der Ausstellung mitgearbeitet.

Seine Bilder erinnern auch an sein offenes Wesen, mit dem er vor allem auch als weitgereister Kultur-Botschafter des Burgenlandes galt. Das Kuratoren-Duo mit Günter Unger und Margit Fröhlich macht in der Schau die Entwicklung Laubners vom „jungen Wilden“ zu ebendiesem „Botschafter“ greifbar.

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Vernissage im Livestream. Landeshauptmann Doskozil mit Moderator Alfons Haider.
KBB/Kremser, KBB/Kremser

An den verstorbenen Künstler erinnerten auch Gabi Laubner und seine Tochter Ina bei der Vernissage. Eröffnet wurde die Ausstellung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Kultur-Geschäftsführerin Barbara Weißeisen-Halwax, Alfons Haider moderierte.

Die Vernissage war nicht nur im Kultur-Burgenland-Livestream zu sehen, sondern fand nach langer Zeit erstmals mit kleinem Publikum vor Ort statt. Auch das hätte Sepp Laubner wohl gut gefallen.