Mit Haydn der Zeit voraus. Schon jetzt denken vier starke Kultur-Partner an Joseph Haydns 300. Geburtstag. Dabei geht es um die gesamte Festivalregion.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 28. Januar 2021 (03:23)
Neue Ideen zum 300. Geburtstag. Landesvize Astrid Eisenkopf, Kulturmanager Wolfgang Kuzmits und Co. beschäftigen sich schon jetzt mit dem nächsten großen Haydn-Jubiläum.
Land Burgenland / Privat

Das Jahr 2032 erscheint in Zeiten wie diesen in noch größerer Ferne, als es der Kalender vorgibt. Dennoch – oder gerade deshalb – ist schon jetzt der Startschuss gefallen, um intensiv über „Haydn 2032“ nachzudenken: Wenn sich dann der Geburtstag des Genies zum 300. Mal jährt, will man im Burgenland schließlich bereit sein. Und mehr als das.

Ein vierblättriges Kleeblatt aus Partnern soll dazu die Planungsgrundlage erarbeiten: Das Land, die Esterházy Stiftung, die Internationale Haydnstiftung und die Diözese rücken noch näher zusammen. Weitere Partner, etwa Haydns Geburtsort im niederösterreichischen Rohrau und das ungarische Fertőd – sollen den Auftritt noch internationaler machen.

Neue Ideen zum 300. Geburtstag. Landesvize Astrid Eisenkopf, Kulturmanager Wolfgang Kuzmits und Co. beschäftigen sich schon jetzt mit dem nächsten großen Haydn-Jubiläum.
Land Burgenland / Privat

Das Burgenland, der pannonische Raum, soll im Hinblick auf den runden Geburtstag Haydns über die historische Kulisse hinaus positioniert werden: als „pulsierende und attraktive Kunst-, Kultur- und Festivalregion von internationalem Format im Herzen Europas“. So soll das Haydn-Jubiläum nachhaltig genutzt werden, sagt auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf: Die „innovative Kulturstrategie“ soll zum einen „die Wertschätzung des kulturellen Erbes und das Identitätsverständnis der Region stärken“ und zum anderen den touristischen Auftritt festigen.

Innovationsgeist mit internationalem Ziel

Die Strategie beinhaltet die Musik ebenso wie Sammlung und Forschung. Grundlage bildet eine Bestandsaufnahme des immateriellen und materiellen Kulturerbes des Burgenlandes, von Haydns Leben und Werk über die Kulturgeschichte des Hauses Esterházy bis zu den bestehenden Sammlungen. Die Vision einer lebendigen Kultur-Region steht ganz oben. „Joseph Haydn muss man als einen der größten Innovatoren in der Musikgeschichte sehen“, sagt dazu Stefan Ottrubay, Direktionsrat der Esterházy Stiftungen. „Wir werden dem großen Komponisten nur dann gerecht, wenn es uns gelingt, seine Innovationskraft weiterzuführen.“

Die Gesamtstrategie wurde von Kulturmanager Wolfgang Kuzmits im Auftrag des Landes formuliert. Nun werden sie die Partner Schritt für Schritt ausbauen und mit Leben erfüllen. Denn auf dem Weg zu Haydns „300er“ sollen noch einige Schätze gehoben werden.