Film: Preisregen für Eisenstädterin Barbara Eder. Mit „Thank you for bombing“ holte die gebürtige Eisenstädterin Barbara Eder vier Auszeichnungen. Der BVZ erzählte sie von den harten Dreharbeiten.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 08. Februar 2017 (17:05)
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Film Eisenstadt Preisregen für Barbara Eder „Thank you for bombing“
Jubel bei der Verleihung. Regisseurin Barbara Eder wird von Monika Willi geherzt. Im Hintergrund: einer von vier Preisen. Foto: Seidler/„eSeL.at“
Seidler/„eSeL.at“

Schon als Schülerin drehte Barbara Eder Videos in der Eisenstädter Fußgängerzone oder im Schlosspark: „Uns war langweilig und wir waren kreativ!“

Dass aus dem Spaß eine international beachtete Karriere werden würde, ahnte sie damals noch nicht. Jetzt wurde Eders aktuelles Drama „Thank you for bombing“ mit dem Österreichischen Filmpreis in vierfacher Ausführung ausgezeichnet.

Regisseurin erzählt die Geschichte dreier Kriegsreporter

„Wir haben uns schon über die Nominierungen gefreut“, erzählt Barbara Eder im BVZ-Gespräch, „diese Auszeichnungen sind ein wunderschöner Erfolg für das ganze Team. Denn wer dabei war, der weiß, wie schwierig die Dreharbeiten waren.“

Die Geschichte dreier Kriegsreporter holte die Preise in vier Königskategorien (siehe unten). Die gebürtige Eisenstädterin Barbara Eder, die während ihrer Schulzeit auch in Leithaprodersdorf lebte, zeichnet sowohl für die Regie als auch für das Drehbuch verantwortlich.

Gedreht wurde in Österreich und in Krisengebieten wie Afghanistan; das Team erlebte unter anderem die Detonation einer Bombe und wurde vom CIA kontrolliert. „Ein gewisses Risiko gibt es immer. Du kannst dich nur darauf einstellen und versuchen, es zu minimieren“, blickt Eder auf die Dreharbeiten zurück.

Gelohnt hat es sich allemal, auch für das internationale Kinopublikum. „Thank you for bombing“ spürt auf packende Weise dem Kriegsreporter-Alltag zwischen Druck und Berufsethos nach und stellt die Frage: „Was ist Wahrheit im Krieg?“

Barbara Eder arbeitet inzwischen bereits am nächsten Projekt, einem „Tatort“. Man darf gespannt sein …