Eisenstadt: Schlosspark-Festivals bis 2024 fixiert. Esterházy und Ewald Tatars Barracuda Music einigten sich auf weitere fünf Jahre und noch mehr Veranstaltungen. Für das heurige Groove Quake wurde Roisin Murphy als Headliner ankegündigt.

Von Redaktion, APA. Update am 28. März 2019 (12:20)
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Schlosspark Eisenstadt / Programm Nova Rock / Ewald Tatar
Präsentierten das Programm: Erwin Windisch von Schloss Esterházy, Veranstalter Ewald Tatar und Bürgermeister Thomas Steiner (v.l.).
Wolfgang Millendorfer

Roisin Murphy, einst Sängerin der Band Moloko, kommt am 28. Juni nach Eisenstadt - und zwar laut Veranstalter Ewald Tatar von Barracuda Music als Headliner des ersten Groove Quake-Festivals, dem Nachfolger der Nova Jazz & Blues Night. Außerdem kündigte Tatar am Donnerstag für das Nova Rock Mitte Juni in Nickelsdorf einen Girls-Camping-Bereich an.

Murphy sei "bekannt für schrille Outfits, für schrille Shows und wir sind sehr froh, dass wir sie als Headliner gewinnen konnten, weil sie genau das widerspiegelt, wo das Groove Quake in Zukunft hingehen soll. Nämlich moderne Tanzmusik mit elektronischen Elementen, aber trotzdem verbunden mit traditionellen Rhythmen aus dem Soul- und Funk-Bereich und auch durch die jazzigen Elemente", meinte Tatar in Eisenstadt.

Weiters ist u.a. auch "eine alte Bekannte, die wir schon von einigen Konzerten in Wiesen kennen" mit dabei. "Marla Glen wird sozusagen diesen traditionellen Teil, also das, was wir aus der Nova Jazz & Blues Night mitnehmen wollen, verkörpern bei diesem Groove Quake Festival". Außerdem findet sich Jungle By Night, "eine junge, dynamische Band, die mit vielen Genres spielt" auf dem Programm - ebenso wie Thievery Corportaion (live), John Butler Trio und Count Basic.

Tags darauf findet das Lovely Days Festival mit u.a. Toto, Jethro Tull und Alpha Blondy statt. Ebenfalls mit dabei ist Schiffkowitz - das "zweite S von STS". Der Burgenländer Bernhard Beibl ist Opener, so Tatar.

Weitere Neuigkeiten für die Eisenstadt-Konzerte bzw. -Festivals verkündete nicht Tatar selbst, sondern Erwin Windisch, Direktor des Schlosses Esterhazy. Der Vertrag zwischen Barracuda Music und den Esterhazy Betrieben wurde bis 2024 verlängert. Künftig sind zwei Wochenenden Ende Juni und Anfang Juli für Tatar freigehalten.

Besonders erfreulich sei diese Vertragsverlängerung auch für die Landeshauptstadt Eisenstadt, meinte Stadtchef Thomas Steiner (ÖVP). Es sei "extrem wichtig, dass so etwas in der Stadt stattfindet" und sei "für das Image der Stadt eine ganz wesentliche Sache". Tatar dankte beiden Verantwortlichen für die bisherige Zusammenarbeit und betonte, dass es "nicht immer so einfach und unkompliziert" sei wie in Eisenstadt.

Bevor in Eisenstadt Ende Juni getanzt und gefeiert wird, wird auf den Pannonia Fields in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) Mitte Juni bei der 15. Ausgabe des Nova Rock Festivals gerockt. Dort werden von 13. bis 16. Juni u.a. die "Speerspitzen des deutschen Punkrocks", nämlich Die Toten Hosen und Die Ärzte erstmals auf dem gleichen Festival auftreten. "Als wir das angekündigt haben, ist binnen kürzester Zeit der Vorverkauf in Deutschland von bisher 15 Prozent auf 35 Prozent angelaufen", schilderte der Veranstalter. Auch sonst laufe der Kartenverkauf sehr gut. Es gebe nur noch "die normalen Festivalpässe".

Für die heurige Ausgabe habe man sich einige Überraschungen überlegt, die man jetzt noch nicht ankündigen werde. Neu ist allerdings, dass es erstmals einen Frauencampingplatz, der Girls-Camping heißen werde, geben wird: "Das war ein Wunsch, der in den letzten Jahren immer wieder an uns herangetragen wurde und dem tragen wir definitiv Rechnung heuer. Ich finde das eine gute Idee, das umzusetzen und eine gute Maßnahme", so Tatar. Konkret werde es eine eingezäunte Einheit geben, die von Security-Personal kontrolliert werde, damit Frauen und Mädchen dort wirklich in Ruhe campieren können, erklärte er.

Eine weitere Neuerung ist mit Westen gekennzeichnetes Securitypersonal, das eine Anlaufstelle für Beschwerden sein soll und sofort einschreiten können und Vorfälle weitergeben solle. "Da geht es nicht nur um Belästigung, sexuelle Belästigung oder was auch immer. Sondern mir geht es auch darum, dass man Fälle von Wiederbetätigung, homophobe Äußerungen, Aktivitäten und natürlich alles, was Rassismus betrifft dort melden kann", sagte Tatar. Gemeldet werden soll dies auch an jeder Gastronomiestelle, wo es eine Ansprechperson geben soll oder via einer Telefonhotline. Für den Veranstalter haben diese Personen "auf einem Nova Rock nichts verloren und ich kann jetzt schon sagen: Am besten sie kommen gar nicht hin, wenn sie so was vorhaben".

(S E R V I C E - Informationen zu den diversen Veranstaltungen: http://www.barracudamusic.at)