Anker Solidarität fehlte als Lösung. Über einen fehlenden Schulterschluss in der Fußballszene.

Von Philipp Frank. Erstellt am 29. Oktober 2020 (04:45)

Der Amateurfußball steht also zum zweiten Mal in diesem Jahr still. Nach dem Abbruch der Unterhaus-Meisterschaften im März musste aufgrund steigender Infektionszahlen, in Folge der Corona-Pandemie, erneut die Reißleine gezogen werden. Zeichnete sich im Frühjahr noch die Bundesregierung für einen landesweiten Lockdown verantwortlich, zog diesmal das Land Burgenland mit einer entsprechenden eigenen Verordnung für Sportveranstaltungen den Stecker. Das passierte nach einer turbulenten Woche innerhalb der Fußballszene, deren Auslöser die angekündigten Kantinensperren auf den Sportplätzen war.

Denn die Reaktionen der Vereinsverantwortlichen ließ nicht lange auf sich warten. Anstatt etwas Geduld und Vertrauen in die Fachverbände BFV und ÖFB zu pflegen, gingen die Wogen vorschnell hoch. Vehement wurde eine Unterbrechung gefordert. Einerseits verständlich, weil Spiele mit reduzierter Zuschauerzahl und ohne Kantineneinnahmen unweigerlich zu Verlusten führen. Andererseits müsste trotz aller wirtschaftlicher Aspekte für Klubverantwortliche und Spieler der Sport an oberster Stelle stehen. Verbände, Funktionäre, Trainer und Spieler hätten gemeinsam Lösungen erarbeiten sollen, um die Herbstspiele und damit ein normales Frühjahr zu sichern. Ein Schulterschluss aller Beteiligten hätte vielleicht etwas bewirken können. Davon ist man aber auch in Pandemie-Zeiten weit entfernt.