Auch auswärts muss man aggressiv sein. Über den Bundesliga-Saisonstart des SV Mattersburg.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 07. August 2019 (01:26)

Gerade zwei Spieltage sind in der noch jungen Saison absolviert. Zu früh, um zu erahnen wohin die Reise des SVM heuer gehen wird. In Mattersburg erhofft man sich jedenfalls ein Ticket für die Meisterrunde, die man im letzten Spieljahr schlussendlich nur knapp verfehlte.

Den einen oder anderen Schluss aus den Partien gegen Hartberg und Salzburg kann man aber durchaus ziehen. Seit zehn Bundesliga-Spielen ist es keinem Team gelungen im Pappel-Stadion zu gewinnen, und die Leistung beim 2:1 gegen Hartberg war zumindest in Halbzeit eins richtig anspruchsvoll. Da zeigten die Mattersburger Leidenschaft, Aggressivität und Zielstrebigkeit. Das gelang beim Meister in Salzburg, wo die Aufgabe naturgemäß viel schwieriger ist, fast nicht. Zwar waren für Trainer Franz Ponweiser bei der 1:4-Niederlage —gleichzeitig die siebente SVM-Niederlage aus den letzten acht Bundesliga-Auswärtsspielen — einige positive Momente dabei, allerdings fing man sich für den Geschmack des Mattersburg-Coachs speziell die beiden ersten Gegentore zu leichtfertig ein. Etwas sauer stieß dem Coach der Punkt Aggressivität auf.

Die Burgenländer hatten deutlich weniger Ballbesitz als der regierende österreichische Meister, allerdings lediglich ein Foul mehr als die Salzburger. Das soll keineswegs bedeuten, dass man unfair auftreten wolle, aber man muss eben auch manchmal ein taktisches Foul ziehen, um gefährliche Situationen zu verhindern. Zumindest in diesem Punkt steht die Mannschaft am kommenden Sonntag gegen die Wiener Austria in der Bringschuld. Denn mit den Veilchen kommt ein angeschlagenes Team, das schon ziemlich unter Druck steht, ins Burgenland. Da wird das Rezept auch sein, den Kampf anzunehmen. Dass die Mattersburger dazu in der Lage sind, haben sie beim Auftaktspiel gegen Hartberg bewiesen. Die Tugenden muss man konstant abrufen, nicht nur in Heimspielen. Auch auswärts wird der SVM so auftreten müssen. Nur dann kann die Reise am Ende auch in das „Obere Play off“, sprich die Meisterrunde führen.