Ein erster Erfolg, aber nicht mehr. Über die bisherige Bilanz der Fußballmeisterschaft in Zeiten von Covid-19-Absagen.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 25. September 2020 (03:45)

Der Fußball im Amateurbereich funktioniert bislang. Das belegt jene ÖFB-Bilanz, die österreichweit alle 14.542 angesetzten Spiele quer durch sämtliche Ligen und Bewerbe (Kampfmannschaft, Reserve, Nachwuchs) seit Meisterschaftsbeginn bis einschließlich 13. September miterfasst hat. 13.992 Partien (96,22 Prozent) konnten durchgeführt werden, bislang gibt es zudem keine Kenntnis von einer Covid-19-Infektion am Spielfeld. Im Burgenland waren das in diesem Zeitraum 831 Matches, von denen 790 (95 Prozent) stattfinden konnten. Auch der aktuellste Wert liegt im Trend. Am vergangenen Wochenende fanden 71 von 76 Kampfmannschaftsspielen statt, also rund 93,4 Prozent.

Doch auch wenn sich die Zahlen vielversprechend anhören. Wie lange die Kugel tatsächlich rollt, ist in der nun anstehenden kälteren Jahreszeit nicht abzusehen. Wenn Covid-19-Verdachtsfälle im Verbund mit gängigen Krankheiten einen Absagen-Schmelztiegel bilden, kann auch der Fußballbetrieb auf der Strecke bleiben.

Bis dahin gilt es, sich Schritt für Schritt Richtung einem wichtigen Basisziel zu nähern. Denn: Wenn in allen Ligen des Landesverbands zumindest einmal jeder gegen jeden antreten konnte (sowie in den drei südlichen 2. Klassen mit acht Mannschaften zweimal), wäre die Meisterschaft – falls Corona-bedingt nicht fertiggespielt werden könnte – schon regulär. 20/21 zu werten muss also die wichtigste Mission für diese Saison sein. Rund ein Drittel dafür ist bereits im Kasten – ein erster Erfolg, nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn die Sache derzeit noch so rund aussieht: zu glauben, dass hier eine ganz normale Meisterschaft am Weg ist, wäre ein gefährlicher Trugschluss.