Freunden wir uns mit der Unvollendeten an. Über die Saison 20/21 im burgenländischen Amateurfußball. Dass sich alle Spiele ausgehen, ist ein Wunschtraum.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 14. November 2020 (03:45)

Burgenlands Amateurfußball rutscht alles andere denn komplett ins neue Jahr 2021 rüber. Noch fehlt aufgrund des jüngsten Corona-Lockdowns ein gutes Stück, um die Hinrunde, sprich die Hälfte des Meisterschaftsbetriebs, geschafft zu haben. Die wiederum ist aber von den Bestimmungen her die Mindestvoraussetzung, um die Saison auch regulär zu werten – falls sich das Programm aufgrund von Absagen oder Verschiebungen terminlich nicht ausgehen sollte und die Punktejagd abgebrochen werden muss.

Dabei sah es im Lauf des Herbstes lange recht gut aus, Woche für Woche wanderten mehr Spieltage auf die Haben-Seite der Vereine. Parallel zu den zuletzt so stark steigenden Zahlen wurde nun aber auch der Fußball eingebremst. So bitter das sein mag, macht gerade jetzt ein Blick zurück Sinn. Vor etwas weniger als sieben Monaten wurde die abgebrochene Meisterschaft 2019/2020 annulliert. Niemand konnte damals seriös prognostizieren, ob und wann der Amateurfußball wieder Fahrt aufnehmen werde.

Mittlerweile wissen wir, dass die neue Saison 20/21 – viel früher als im „Worst Case“ erwartet – schon Ende August gestartet werden konnte und dass vor der eingetroffenen zweiten Corona-Welle ein erster Stamm an Spielen absolviert wurde. Ergo ist es realistisch, im Frühjahr überall die 50-Prozent-Hürde der Spiele zu schaffen, damit die Meisterschaft nicht wieder verloren geht. Alles darüber hinaus mag ein Bonus sein. Ernsthaft anfreunden sollten wir uns mit dem Gedanken der unvollendeten Saison, die wenigstens gewertet wird, aber schon jetzt.