Nummer eins in Abstiegsgefahr. Über die Erwartungen an Neusiedl im kommenden Frühjahr.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 08. Januar 2021 (00:46)

Jürgen Halper übernimmt also das Kommando beim SC Neusiedl am See. Das Ziel für die Saison ist klar: Der Traditionsverein soll in der Regionalliga Ost drin bleiben. Alles andere wäre am Ende doch eine Enttäuschung für alle Beteiligten. Immerhin ist der NSC aktuell — auch wenn die Saison bislang kein echtes Ruhmesblatt war — Burgenlands Nummer eins. Mit lediglich sechs Punkten liegen die Seestädter nur auf Rang elf von 13 Vereinen, gerade noch einen Rang vor Draßburg und damit ist man eben nach dem Aus des SV Mattersburg das beste rot-goldene Fußballteam.

Und nun soll eben ein neuer Steuermann das NSC-Schiff wieder in sichere Ostliga-Gefilde bringen. Keine leichte Aufgabe für den Südburgenländer, immerhin muss der Klub Schlüsselpositionen neu besetzen. Mit dem ehemaligen Spielertrainer Sascha Steinacher kommt ein Routinier und wichtiger Mittelfeldspieler ebenso abhanden wie Goalie Martin Kraus, der nach Mannsdorf wechselt und Jan Feldmann, der aus beruflichen Gründen nicht mehr dabei ist. Abgesehen vom Personal ist die Lage bezüglich Mannschaftstraining und Ligastart schwierig. In beiden Fällen ist nicht sicher, wann wieder begonnen werden darf.

Gut möglich ist aber, dass die deutlich längere Winterpause als gewohnt, genau jetzt für den NSC ein Vorteil ist, weil man sich nicht nur selbst neu aufstellen muss, sondern auch eingespielte Teams sich erst wieder finden müssen und quasi neu durchstarten müssen. Was man aber definitiv von Anfang an machen muss, ist, den Kampf um den Klassenerhalt vom ersten Spiel weg anzunehmen — nur so behält man dann auch am Saisonende den Status Burgenlands Nummer eins.