Planungssicherheit bleibt eine Illusion. Über das schwierige Unterfangen, den Meisterschafts-Terminplan in Covid-Zeiten zu konkretisieren.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 04. Dezember 2020 (01:45)

Mehr und mehr gesellte sich innerhalb der Fußballszene zum Corona-Frust in letzter Zeit auch Unmut seitens einiger Klubs und ihrer Trainer. Das ist insofern völlig nachvollziehbar, da die Planungssicherheit für den weiteren Verlauf der Meisterschaft fehlt. Besagter Unmut ging dabei in Richtung Burgenländischer Fußballverband (BFV), von dem aus bislang klare Ansagen ausblieben, wann die ausstehenden Runden der unterbrochenen Herbstsaison nachgeholt werden. Kritiker werden sich bestätigt fühlen, dass der Verband starr und unflexibel wirkt.

Seitens des BFV wollte man lieber zuwarten, statt haltlose Prognosen zu verkünden. Angesichts der traditionell eher defensiven Kommunikationsstrategie des Fußballverbands im Burgenland ist dieses Vorgehen nicht weiter verwunderlich. Und es hatte freilich etwas für sich, vorschnelle Infos zur Wiederaufnahme der Meisterschaft zu vermeiden. Niemand weiß in Lockdown-Zeiten seriös, wann wieder gestartet werden kann. Hier vorzupreschen und vermeintlich klare Ansagen loszulassen, hätte fast schon populistischen Charme.

Gerade jetzt ist das aber vielleicht gar nicht so schlecht. Die Menschen dürsten nach griffigen Infos, wann im Fußball die Meisterschaft weitergehen kann. Weshalb der BFV nun tatsächlich einen Grobfahrplan erstellt hat, wie die Saison aussehen würde, sobald wieder trainiert werden könnte. An den letzten beiden Februar-Wochenenden sollen möglichst viele abgesagte Partien aus dem Herbst nachgeholt werden. In weiterer Folge werden erst die offenen Spieltage der Hinrunde komplett nachgeholt, danach steigt die Rückrunde. Der Verband mag seinen Mitgliedern also einen konkreten Plan B als terminlichen Anker zur Orientierung geliefert haben. Trotzdem bleibt völlig unklar, ob der aufgrund der Verordnungslage halten wird. Fix ist aktuell nur, dass die Klubs in Covid-19-Zeiten extrem flexibel bleiben müssen. Jederzeit stehen Absagen im Raum, jederzeit droht ein Termin-Chaos. Die erhoffte totale Planungssicherheit kann es in dieser Saison demnach gar nicht geben.