Schrittweise heißt: Ein Schritt ist nötig. Über das Spannungsfeld zwischen den Infektionszahlen und einer weiteren Öffnung im Sport. Es braucht Bewegung.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 25. Februar 2021 (02:11)

Nach wie vor ist Österreichs Covid-Lage alles, nur nicht entspannt. Hinzukommt die Sorge rund um die britischen und südafrikanischen Virus-Mutationen. Der Wettlauf zwischen den aktuellen Zahlen, der Länge der Pandemie, dem Frühling vor der Tür, dem breitgestreuten Testen und dem möglichst flächendeckenden Impfen ist voll im Gang. In der Politik wird dabei gerne das Ziel einer schrittweisen Öffnung angesprochen.

Weil das Impfen noch hinterherhinkt, bleibt am Weg raus aus der Isolation, neben den vielzitierten Sicherheits-Verhaltensregeln, die Teststraße zur regelmäßigen Status-Erhebung. Und die Hoffnung, dass in diesem Spannungsfeld Öffnungsschritte möglich sind. Das betrifft auch den organisierten Sport, wo bislang nur die ausgewiesene Spitze aktiv sein darf. Im Bereich der Masse, also des Breiten- und Hobbysports, ist außer Outdoor-Individualtraining nach wie vor nichts drin. Obwohl es Sicherheits- und Präventionskonzepte gibt, obwohl für den Nachwuchs bereits Testungen an den Schulen durchgeführt werden, die auch auf Sportvereine ausgeweitet und somit generell Teil einer noch größeren Teststrategie werden könnten.

Obwohl der reine Sportbetrieb (abseits der Kantinen-Kultur!) bislang Cluster-frei blieb und Sport ausgewiesen der physischen und psychischen Gesundheit dient. Unter anderem werden wohl diese Argumente im Rahmen eines Gipfels am Freitag zwischen den Vertretern des organisierten Sports und der Regierung thematisiert. Österreichs Fußball-Bund und der Tennsiverband machten in einem offenen Brief auf den nicht mehr argumentierbaren Bewegungsmangel aufmerksam.

Sport Austria und die Dachverbände bilden in dieser Hinsicht ohnehin bereits eine Allianz. Niemand verlangt dabei sofort das volle Öffnungsprogramm, sondern einen Anfang, Perspektiven und einen fairen Umgang mit dem Sport, der in guten Zeiten auch von politischer Seite gerne als Gesundheitsmotor vorneweg marschiert. Wenn schrittweises Öffnen das Ziel ist, dann braucht es grundsätzlich mal vor allem einen ersten Schritt.