Ältere impfen und dann öffnen. Über einen Weg zur Rückkehr zur Normalität.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 25. Februar 2021 (03:34)

In der Vorwoche ist etwas Bewegung in die Debatte rund um Öffnung der Gastronomie, Hotellerie und Hobbysport gekommen. Nicht nur im Burgenland wird Corona stets kontroversiell diskutiert.

Vor allem die nach wie vor im Raum stehende Perspektivenlosigkeit wird mehr und mehr zum Problem für viele Branchen. Zur Erinnerung: An oberster Stelle aller Maßnahmen stand stets der Schutz der älteren Generation sowie der Risikogruppen. Aber in Sachen Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen wird das Verständnis im Land immer geringer. Hierzu sollte man die Statistik genauer betrachten: So sind in dem 83-Millionen-Einwohner-Staat Deutschland laut dem renommierten Robert-Koch-Institut (Stand Ende vergangener Woche) rund 65.000 Menschen an Corona gestorben. Von diesen 65.000 Toten waren knapp 45.000 Menschen über 80 Jahre und nochmal etwa 13.000 Personen über 70. Umgekehrt betrachtet, war die Zahl der Todesfälle der Unter-60-Jährigen im Promille-Bereich.

Im Burgenland sind im Vergleichszeitraum 239 Menschen an und mit Corona verstorben. Die Altersstruktur verhält sich auch hier ähnlich wie in Deutschland.

Anhand dieser Zahlen muss es eine klare Perspektive geben: Alle Menschen ab 70 sowie die Risikopatienten durch die Impfung schützen und danach mit den Abstands- und Hygieneregeln rasch alle Bereiche öffnen. Und bis zum Sommer den Rest, zumindest jener Teil, der es will, ebenfalls impfen. Was in der Öffentlichkeit hinzukommt: Dort können die Regeln gut kontrolliert und sanktioniert werden. Denn jene, die von den Maßnahmen generell nichts halten, missachten diese sowieso jetzt schon – „abstandslos“ daheim im stillen Kämmerlein.