Ausreden gibt es keine mehr. Markus Stefanitsch über die drei Hoffnungsträger fürs Südburgenland.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 20. Dezember 2017 (06:45)

Die Zukunft einer ganzen Region hängt künftig an ein paar Sätzen im Regierungsprogramm und an drei Politikern! So könnte man die neu gestellten Weichen in dieser Woche überspitzt interpretieren: Seit Montag ist die neue Bundesregierung im Amt und am Donnerstag wird der ehemalige Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil als neuer Landesrat im Burgenland angelobt.

Auch wenn das eine mit dem anderen nicht unmittelbar zu tun hat, wird sich die neue Konstellation auch maßgeblich auf das Burgenland auswirken – und noch konkreter auf das Südburgenland. Denn neben dem Neo-Landesrat und künftigen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (Grafenschachen, SPÖ) ist mit Norbert Hofer (Pinkafeld, FPÖ) als neuer Infrastrukturminister ein weiterer Südburgenländer an ganz wichtiger Stelle im Staate Österreich. Hinzu kommt mit dem Wahl-Südburgenländer Josef Moser (Stadtschlaining, ÖVP) als Justiz- und Staatsreformminister ein weiterer wichtiger Partner für die Region.

Im Regierungsprogramm von Sebastian Kurz und Vize HC Strache sind ab Seite 163 Maßnahmen für die Stärkung des ländlichen Raumes festgeschrieben. Maßnahmen, die vor allem Regionen wie das Südburgenland dringend brauchen. Umgesetzt sind sie freilich noch lange nicht. Dazu braucht es mehr als nur Lippenbekenntnisse.

Aber dass demnächst drei Herren aus drei verschiedenen Parteien an maßgeblichen Hebeln der Macht sitzen, die das Südburgenland aus erster Hand kennen, macht die Sache durchaus leichter. Das birgt die echte Chance auf Erneuerung und Weiterentwicklung. Was künftig aber nicht mehr geht: Ausreden, dass die „anderen“ schuld sind.