Burgenland bleibt rot-schwarz. Markus Stefanitsch über den Balsam auf den Wunden der „Großparteien“.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 02. Oktober 2017 (16:15)
BVZ-Chefredakteur Markus Stefanitsch
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Die Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen sind Geschichte – zumindest in 152 Gemeinden. In 19 Gemeinden wird es am 29. Oktober noch zu Stichwahlen um das Bürgermeister-Amt kommen.

Auffallend ist, dass sich sowohl die SPÖ als auch die ÖVP als große Wahlsieger verkündet haben – und das, obwohl beide Parteien Verluste hinnehmen mussten. Verhältnismäßig gering, aber dennoch ein Minus. Am Papier müssten eigentlich die Freiheitlichen mit einem Plus von landesweit 2,29 Prozent jubeln. Betrachtet man aber die Ausgangslage von nur vier Prozent bei den Wahlen 2012, dann sind die 6,3 Prozent bei der diesjährigen Wahl doch eher bescheiden.

So gesehen können sich sowohl die SPÖ als auch die ÖVP durchaus mit der Wahl zufrieden geben, denn speziell bei der SPÖ hatte man intern mit noch höheren Verlusten rechnen können. Ob es für die SPÖ tatsächlich den Gegenwind wegen der Silberstein-Facebook-Affäre und den Sebastian-Kurz-Rückenwind für die ÖVP gegeben hat, wird wohl jede Partei anders kommentieren.

Höhen und Tiefen auf allen Seiten

Auf jeden Fall gab es auf allen Seiten Höhen und Tiefen. Wobei sicherlich die Schwarz-Türkisen am meisten über beeindruckende Wahlsiege in Eisenstadt und Oberwart jubeln können, während die SPÖ über Erfolge in Neusiedl am See, Mattersburg und Güssing frohlockt.

Die Bürgerlisten (stellen immerhin vier Bürgermeister), Grüne und Neos konnten sich vereinzelt hie und da in Szene setzen, mehr nicht. Menschen wählen auf lokaler Ebene vor allem Kandidaten und nicht Parteien. Und bei diesen Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen hat man wieder gesehen, dass offensichtlich noch immer die SPÖ und ÖVP die meisten und besten davon haben.