Denn das Gute liegt so fern. Über den Erfolg burgenländischer Weine in China.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 27. November 2019 (06:46)

Dass die Qualität von Burgenlands Weinen national wie international hochgeschätzt wird, zeigte sich dieser Tage wieder in einem besonderen Maße. So räumte das Burgenland gleich eine Reihe von Top-Platzierungen im Rahmen der diesjährigen Falstaff-Prämierung in der Wiener Hofburg ab und stellte mit Albert Gesellmann aus Deutschkreutz den zweiten Fal-staff-Sieger sowie drei Sortensieger.

Doch nicht nur in Österreich selbst scheint die Qualität des burgenländischen Weins etwas Naheliegendes zu sein. Eine ganze Reihe an burgenländischen Winzern und Weinen haben eine tausende Kilometer lange Reise hinter sich. Denn unter der Patronanz der Europäischen Weinritterschaft begaben sich 70 Winzer aus dem Burgenland zur „QWine Expo 2019“ in Qingtian an der Ostküste Chinas, bei der 450 Weingüter mit 3.400 importierten Weinen aus ganz Europa vertreten gewesen sind.

Und man darf zurecht und mit einer Portion Heimatstolz sagen, dass die Chinesen auf den Geschmack der burgenländischen Weine gekommen sind. Bei einer Blindverkostung unter 3.400 eingereichten Weinen konnten sich immerhin neun Weine aus dem Burgenland unter die Top 100 platzieren.

Dass die Qualität aus dem Burgenland überzeugte, schlug sich für viele burgenländische Winzer dann auch in neuen Kunden nieder. Und man darf bei einem Markt mit 1,3 Milliarden potenzieller Weinkunden zurecht darauf hoffen, dass wenn man einmal dort Fuß gefasst hat, sich auch Nachfolgegeschäfte ergeben können. Manchmal kann das Gute für regionale Qualitätsprodukte wie den Wein eben auch so fern liegen.