Der Herbst wird im wahrsten Sinne des Wortes kälter

Erstellt am 22. September 2022 | 05:07
Lesezeit: 2 Min
... über teils belehrende ministrable Energiespartipps, die aber im Kern die richtigen Ansätze enthalten, wie wir durch die Heizsaison kommen.
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Im Burgenland findet am Freitag der erste Wahltag zu den Gemeinde- und Bürgermeisterwahlen statt. Insgesamt weit über 200 Wahllokale haben geöffnet, 277.477 Menschen sind wahlberechtigt – diese korrigierte Zahl war notwendig, nachdem es über den Sommer einige Einsprüche im Wählerverzeichnis gegeben hatte.

Die Wahlen stehen jedenfalls neben den Faktoren der Persönlichkeit vor Ort dennoch sehr stark im Zeichen der Teuerungskrise und der Unsicherheit vor dem Herbst. Gerade die vergangenen Tage haben uns einen kleinen „Vorgeschmack“ auf die heurige Heizsaison gezeigt. Unter normalen Umständen hätten vermutlich ganz viele Haushalte aufgrund des kühlen Wetters bereits das erste Mal eingeheizt. Ganz viele haben es aber vermutlich eben nicht getan, weil die Angst vor der nächsten Gasabrechnung die Menschen noch abwarten lässt.

Gespart werden soll trotz Preisdeckel auch beim Strom. Die Einspar-Tipps von Umweltministerin Leonore Gewessler wirken immer ein wenig „hölzern“ und belehrend. Im Kern der Botschaft hat die Ministerin aber recht. Energiesparen ist das Gebot der Stunde. Ein oder zwei Grad weniger Raumtemperatur erzielen einen großen Effekt und sind im Alltag aushaltbar.

Wir werden uns für diesen Winter daran gewöhnen müssen, statt in kurzer Hose und T-Shirt mit langer Hose und langem Leibchen im Haus oder der Wohnung zu leben. Zudem kann man bewusster darauf achten, den Stromverbrauch zu reduzieren, ohne dass man komplett im Dunkeln sitzt.

Übrigens zählt laut Experten das burgenländische Stromnetz zu den sichersten in Europa und generell wird das Risiko eines großen Blackouts als derzeit nicht erhöht angesehen. Laut Studie würde bei einem Blackout in Österreich die Wiederherstellung „nur“ maximal 48 Stunden dauern – und nicht, wie oft kommuniziert, bis zu 14 Tage. Das wäre, sofern die Zahlen stimmen, zumindest ein kleiner Lichtblick.