Die erste Sprosse auf der Karriereleiter. Michaela Grabner über die Chancen mit einer Lehrausbildung.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 24. Oktober 2018 (05:29)

Im Lisztzentrum Raiding fand der Tag der Lehre statt, der den hohen Wert der Facharbeiterausbildung und die vielfältigen Berufs- und Karrierechancen herausstreichen will. In Eisenstadt ehrte die Wirtschaftskammer unter dem Motto „Young Stars of Industry“ fast 70 Lehrlinge aus den heimischen Industriebetrieben, die durch besondere Leistungen aufgefallen sind.

Es sind Aktionen wie diese, die dazu beigetragen haben, dass das Image der Lehre in den vergangenen Jahren aufpoliert wurde und immer mehr als alternativer Weg zu einer schulischen Ausbildung anerkannt wird. Und das zu recht. Denn außer den für junge Leute sehr reizvollen Vorteilen wie früher unabhängig zu werden und sein eigenes Geld zu verdienen, bietet eine Lehre eine Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten und in vielen Fällen auch gute Berufschancen.

Denn eine Lehre bedeutet eine fachliche und praxisorientierte Ausbildung und qualifizierte Facharbeiter sind am Arbeitsmarkt bekanntlich sehr gefragt. Mit einer Doppellehre kann man seine Berufschancen weiter steigern, indem man zwei Berufe gleichzeitig erlernt. Außerdem kann man seit Einführung von „Lehre mit Matura“ die Lehre mit einem Reifeprüfungsabschluss kombinieren.

Dadurch steht einerseits der Weg auf Universitäten und Fachhochschulen offen. Durch die Lehrabschlussprüfung ist aber auch ein anderer Aufstieg auf der Karriereleiter möglich. Denn wer danach eine Meisterprüfung meistert, dem winken Führungspositionen ebenso wie der Schritt in die Selbstständigkeit und die Möglichkeit, sein eigener Chef zu werden. Mit einer abgeschlossenen Lehre können also viele Wege die Karriereleiter hinaufführen, wenn man diese erste Sprosse einmal erklommen hat.