Eigener Weg macht Hoffnung. Über den Burgenland-Kurs zum Ende der Pandemie.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 15. April 2021 (04:45)

Das Land Burgenland hat sich gemeinsam mit der Wirtschaftskammer entschlossen, sich nicht der Verlängerung des Lockdowns von Wien und Niederösterreich bis Anfang Mai anzuschließen.

Das Ende der harten Maßnahmen lässt die Burgenländer aufatmen. Immerhin waren wir seit Mitte November praktisch im Dauer-Lockdown. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth wollen mit einem dichten Test-Netzwerk und mit wissenschaftlicher Begleitung den derzeitig rückläufigen Infektionstrend im Land unter Kontrolle halten. Vor allem geht es darum, die letzten Meter der Pandemie bis zur großflächigen Durchimpfung der Bevölkerung zu überbrücken.

Der Landeschef setzt damit politisch einen durchaus mutigen Schritt. Immerhin ist die Lage in den Spitälern sehr angespannt. Zwar nicht so stark wie in Wien und Niederösterreich, aber dennoch besorgniserregend. Würden die Zahlen in den nächsten Wochen im Burgenland explodieren, ist ihm ein österreichweiter Kritik-Hagel sicher. Allerdings ist die Chance aber auch groß, eine nachhaltige Vorreiterrolle zu spielen und Leadership zu beweisen.

Insgesamt steigt jetzt die Hoffnung, dass wir uns aus dem letzten Lockdown dieser Pandemie herausbewegen. Denn bis Ende April sollten alle Über-65-Jährigen durchgeimpft sein. Also jene Gruppe, die den Großteil der Intensivpatienten bisher ausmachte.

Der Burgenland-Kurs braucht aber die Mithilfe der Bevölkerung. Mit den wesentlich angenehmeren Spucktests sollte die notwendige höhere Schlagzahl leicht erreicht werden können und so vielleicht schon Mitte Mai der Beginn des neuen, alten Lebens starten.