Ein „Stürmer“ fürs „Mittlere“. Markus Stefanitsch über den künftigen SPÖ-Landesrat Heinrich Dorner.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 06. Februar 2019 (06:30)

Den künftigen SPÖ-Landesrat Heinrich Dorner kann man getrost als „gestandenen Mittelburgenländer“ bezeichnen. Der Lackenbacher soll im Team vom kommenden Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die Agenden Wohnbau, Verkehr und Baudirektion übernehmen. Mit Dorners Bestellung ist das neue SPÖ-Regierungsteam vollständig. Jetzt fehlt nur noch die offizielle Rochade zwischen Landesrätin Verena Dunst und Landtagspräsident Christian Illedits, der künftig Burgenlands Gesundheits- und Sozialpolitik lenken soll.

Dorner bringt alles mit, was sich der SPÖ-Chef wünscht: Ein erfahrener Gemeindepolitiker, der in der Region verankert ist, aber dennoch als „Quereinsteiger“ auf Landesebene gilt. Der bald 38-Jährige sieht sich selbst als Teamplayer und lösungsorientierter Pragmatiker. Auch ein Trend in der Politik heutzutage. Die Bevölkerung wünscht sich Politiker, die anpacken und für ihr Geld und die Menschen arbeiten. Nicht mehr und nicht weniger.

Da kann die Landespolitik einiges von der Gemeindepolitik lernen. Gerade in vielen burgenländischen Gemeinden zählt nicht immer die Parteipolitik, sondern geht es darum, Lösungen zu bieten und direkt zu helfen – dann bekommt man auch Stimmen aus allen Lagern.

Schafft es Heinrich Dorner, auch landesweite Lösungen anzubieten, wird er seine Beliebtheits- und Bekanntheitswerte rasch steigern können. Seinen Fokus will er auf leistbares Wohnen für alle Burgenländer legen. Dass dies auch mit neuen Arbeitsplätzen im Burgenland einhergehen muss, ist Dorner klar. Denn auch das beste Haus oder die Wohnung ist nur halb so schön, wenn man die ganze Woche in Wien arbeiten muss.