Es braucht mehr als Würstel & Bier. Markus Stefanitsch über drei wichtige Veranstaltungen im Burgenland.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 10. Oktober 2018 (06:49)

In der Vorwoche fanden im und rund ums Burgenland wichtige Veranstaltungen statt, die sowohl burgenlandweit, als auch über unsere Länder- und Staatsgrenzen hinaus große Relevanz haben.

Zum einen war Bundeskanzler Sebastian Kurz in Oberwart zu Gast, um seinen Parteifreund Thomas Steiner bei der Präsentation des neuen ÖVP-Programmes zu unterstützen. Steiner präsentierte dabei 49 Programmpunkte, die das Burgenland lebenswerter machen sollen. 49 Punkte, die wohl jeder im Land unterschreiben würde. Dass die politischen Gegner dabei von Wahlkampf-Zuckerl reden, ist Teil des politischen Geschäfts. Dennoch kann man jede Maßnahme zur Verbesserung nur begrüßen. Am Ende des Tages zählt sowieso nur, ob die Punkte auch umgesetzt werden (können).

Im Umsetzen befindet sich derzeit das Land Burgenland im Rahmen des Landeshauptleute-Vorsitzes. Anlässlich von 100 Jahre Republik konnte auf Einladung von Landeshauptmann Hans Niessl auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei der Festveranstaltung im Palais Niederösterreich in Wien begrüßt werden. Dieser gab Österreich neben lobenden auch mahnende Worte am Schluss mit. Beethoven zitierend, meinte der oberste EU-Boss, dass sich die Österreicher nicht mit Würstel und Bier abspeisen lassen sollen, sondern ab und zu auch mehr revoltieren sollten – im friedlichen Sinne.

So was wie eine kleine Revolution gab es im Burgenland-Kroaten-Bereich. Auf Initiative von Bischof Ägidius Zsifkovics wird jetzt auch länderübergreifend gemeinsam für den Erhalt der burgenlandkroatischen Volksgruppe „gekämpft“. Ohne Bier und Würstel, dafür mit Musik – das verbindet noch mehr.