Experten sind keine Hellseher. Markus Stefanitsch über falsche Prognosen und (hoffentlich) falschen Pessimismus.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 10. Juni 2021 (05:18)

Jetzt braucht es einen positiven Schub nach vorne im Burgenland! Die Pandemie befindet sich in den Schlussminuten und das Fußball-Fieber wird in den kommenden Wochen das Corona-Virus ablösen – so hoffen wir zumindest.


Während allerorts schon eine positive Grundstimmung verbreitet ist und wir alle uns auf einen „Sommer wie damals“ freuen, kommen schon wieder erste „Spaßbremser-Meldungen“: Wie gefährlich sind die neuen Corona-Varianten? Gibt es im Herbst wieder eine Welle? Wie wirken sich die rasant steigenden Rohstoffpreise auf die Wirtschaft aus?


Viele der jüngsten pessimistischen Aussichten werden vermutlich nicht eintreten, müssen aber dennoch genau beobachtet werden. So etwa die Tatsache, dass im Burgenland Baufirmen bereits begonnen haben, Mitarbeiter freizustellen, weil einfach Projekte aufgrund der explodierenden Materialpreise abgesagt werden mussten. Für viele Häuslbauer ist das bisher sowieso schon teure Bauen für das heurige Jahr unleistbar geworden. Befördert wurde der Umstand natürlich auch durch die coronabedingte starke Nachfrage in der Baubranche.

Experten sehen hier bereits die große Krise im Herbst auf uns zukommen. Und auch wenn sich jetzt erst einmal alle auf einen sorglosen Sommer freuen, diese Warnungen müssen ernst genommen werden und die Politik sollte baldigst Maßnahmen setzen, um effizient gegensteuern zu können. Dass vieles nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird, hat man beim Beenden des Lockdowns im Burgenland bemerkt. Während viele Experten vor einem Chaos auf den Intensivstationen warnten, ergab sich in der Realität der niedrigste Wert an Neuinfektionen in ganz Österreich.