Floriani-Prinzip nicht beim Klima. Über die Notwendigkeit einer Klimastrategie 2050.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 24. April 2019 (06:33)

Wir alle kennen das Sankt-Florian-Prinzip, bei uns im Burgenland besser bekannt als das Floriani-Prinzip. Der Heilige Sankt Florian galt als Schutzpatron zur Abwendung von Dürre und Feuer. Im Volksmund wurde es mit dem Spruch „Heiliger Florian, verschon mein Haus, zünd das andere an“ verbreitet.

In abgewandelter Form fällt einem dieser Spruch ein, wenn es um unser Klima geht. Die großen Länder sollen zuerst was machen. Und natürlich fragt man sich als Burgenländer, was es nützt, wenn Landesrätin Astrid Eisenkopf eine Klimastrategie 2050 für das Burgenland präsentiert und man gleichzeitig den Eindruck hat, die ganze Welt versinkt in Müll und Dreck. Besonders erschreckend sind oft Bilder aus allen Teilen der Welt, wo riesige Massen an Plastik und Abfall einfach ins Meer geleitet werden oder Mega-Indus-trien nach wie vor mit rauchenden Schloten die Umwelt verpesten.

Dennoch darf man das Thema Klima nicht kampflos den „Großen“ überlassen. Die Strategie von Eisenkopf zielt in die richtige Richtung. Vor allem für die junge Generation steht dieses Thema ganz oben auf der Prioritätenliste. Zu recht.

Es ist natürlich auch klar, dass die Strategie des Burgenlandes, komplett energieautark zu werden, nicht den Planeten retten wird, solange die Großmächte weiter so agieren wie bisher. Nichts zu tun, wäre aber die schlechteste Option. Klimaschutz ist längst kein Randthema mehr von Weltverschwörungs-Theoretikern. Klimaschutz ist auch zum positiven Thema für die Wirtschaft geworden. Wissenschafter streiten noch, ob der Klimawandel tatsächlich vom Menschen verursacht wird. Fakt ist, dass er längst da ist. Auch im Burgenland.