Burgenland , Wien

Erstellt am 09. Januar 2019, 06:52

von Markus Stefanitsch

Hass-Poster muss bestraft werden. Markus Stefanitsch über das ungustiöse Neujahrs-Posting im Internet.

Mit dem Posting rund um das Neujahrsbaby und das Baby von FPÖ-Chef HC Strache ist unumstritten das Jahr 2019 sehr ungustiös gestartet. Unter dem Benutzernamen „fpoe_bgld“ wurde auf Instagram ein Kommentar abgegeben, dass Neo-Vater Strache sinngemäß ein richtiges Baby und kein „Kanakenbaby“ so wie das Neujahrsbaby einer Familie mit Migrationshintergrund bekommen habe.

Eine Formulierung, die man nicht nur aufs Schärfste verurteilen muss, sondern dessen Urheber auch auf das Härteste bestraft werden muss.

Was sich politisch drum herum abspielt, ist hoffentlich auch nicht die Messlatte für das kommende Jahr. Die FPÖ Burgenland hat Anzeige erstattet und schwört, dass dies ein Fake-Account sei und sie mit der Sache nichts am Hut habe. Die politischen Gegner fordern Entschuldigungen für diese Entgleisung im Internet unter FPÖ-„Flagge“. Daraufhin sehen sich manche FPÖ-Vertreter wieder einer linken Verschwörungstheorie ausgesetzt. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker fühlt sich gar stark an die Dirty-Campaigning-Methoden der SPÖ mit ihrem Berater Tal Silberstein erinnert.

Dass einige FPÖ-Funktionäre aus der zweiten Reihe dem Account auf Instagram gefolgt sind und niemand aufgrund bisheriger harmloser Meldungen draufgekommen ist, dass es sich um einen Fake-Account handeln könnte, ist eine andere Sache.

Auf jeden Fall sollte man sich in dieser Causa ganz stark auf den Urheber des Postings fokussieren und diesen ausfindig machen. Denn egal, ob dies jemand aus den FPÖ-Reihen oder aus dem Lager der FPÖ-Gegner war: Solche menschenverachtenden Aussagen dürfen nicht toleriert werden.