Jeder von uns kennt einen Fall. Über die Sinnhaftigkeit von Massentests im Burgenland.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 03. Dezember 2020 (04:45)

Die Massentests sind ein wichtiger Faktor zur Eindämmung des Corona-Virus. Im Burgenland starten die Maßnahmen in der kommenden Woche an voraussichtlich rund 60 Standorten. Somit bekommt jeder einen relativ einfachen Zugang zu einem Schnelltest. Entscheidend bei den Massentests ist natürlich, dass möglichst viele Menschen mitmachen. Denn je mehr Personen sich dem Test unterziehen, umso mehr Infizierte kann man aus der Übertragungskette isolieren. Wichtig ist dabei, dass sich vor allem alle Menschen ohne Symptome testen lassen. Menschen mit Krankheitssymptomen sollten sich sowieso sofort untersuchen lassen und in Quarantäne begeben.

Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, ehe eine wirksame Impfung zum Einsatz kommt, muss jetzt der gesamte Fokus auf die Symptomlosen gelegt werden. Je mehr Personen man aus dem Verkehr zieht, die das Virus „still und heimlich“ übertragen, umso schneller können die täglichen Neuinfektionen zurückgehen. Zum Glück hat sich bislang die Voraussage von Bundeskanzler Sebastian Kurz („Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der am Corona- Virus gestorben ist“) nicht bewahrheitet. Im Gegensatz zur ersten Welle kennt aber mittlerweile jeder von uns jemanden, der an Corona erkrankt ist. Die meisten, die die Krankheit auch gespürt haben, reden danach mit großem Respekt von dem Virus. Auch wenn es ein relativ milder Verlauf war.

Deshalb gilt: Wer sich ohne Symptome nächste Woche testen lässt, kann mit gutem Gewissen Weihnachten feiern. Denn wer positiv getestet wird, kann vor Weihnachten die Quarantäne wieder verlassen. Mit dem guten Gefühl, es hinter sich und niemand anders gefährdet zu haben.