Juni wird Monat der Entscheidung. Über die Chancen zur Rückkehr zum Leben ohne Corona.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 28. Mai 2020 (06:32)

Langsames Hochfahren als beinharter Überlebenskampf für die Klein- und Mittelbetriebe! Hört man sich in der burgenländischen Wirtschaft um, so zeichnen sich zwei grobe Szenarien: Die einen haben die Corona-Krise bislang gut gemeistert und sogar je nach Branche mehr Umsatz als in den Jahren zuvor gemacht. Die anderen kämpfen um das nackte Überleben.

Speziell das langsame Hochfahren ist für viele Klein- und Mittelbetriebe von starker Unsicherheit begleitet: Es muss kostenseitig fast zur Gänze auf Normalbetrieb umgestellt werden, einnahmenseitig bleiben aber die Kunden vor allem im Dienstleistungsbereich noch aus Vorsicht zu Hause.

Und solange Maskenpflicht herrscht und die Zahl der Infizierten nicht auf Null ist, wird in der Bevölkerung eine gewisse Unsicherheit bleiben.
Für viele Unternehmer wäre es laut eigenen Aussagen fast besser, noch einige Wochen geschlossen zu halten, um die Kosten-Einnahmen-Schere im Griff zu haben.

Deshalb wird speziell der Juni ein wichtiger Gradmesser, ob sich das System wieder einpendelt oder ob im Herbst eine mögliche Pleitewelle droht. Nicht ganz vorstellbar ist derzeit für viele der Gedanke, dass man sich an den Begleiter „Corona“ einfach gewöhnen muss und uns dieses Virus noch viele Monate einschränkt. Mittelfristig ist die Maskenpflicht akzeptabel.

Langfristig aber unvorstellbar, beispielsweise im Spätsommer noch immer mit der Maske im Restaurant oder beim Heurigen zu sitzen. So gesehen rechnet der gelernte Berufsoptimist damit, dass es ab Juli reichen wird auf Händeschütteln zu verzichten, in den Ellbogen zu niesen und oft die Hände zu waschen. Daran kann man sich gewöhnen.