„Kreuzerl“ für Arbeit, nicht für die Show. Markus Stefanitsch über die mündigen Wählerinnen und Wähler abseits der TV-Diskussionen.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 27. September 2017 (06:45)

Im Burgenland ist am vergangenen Freitag mit dem vorgezogenen zweiten Urnengang der Wahlmarathon gestartet. Immerhin nahmen fast zwölf Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Kommenden Sonntag findet dann der „echte“ Wahltag statt, wo in allen 171 Gemeinden die Ortschefs und Gemeinderäte neu gewählt werden.

Mit dem Wahlkampf ist es dann aber noch lange nicht vorbei. Denn am 15. Oktober wählen wir einen neuen Nationalrat und in etlichen Gemeinden wird es zu Stichwahlen kommen, die am 29. Oktober abgehalten werden. Vor allem die Nationalratswahlen sind heuer so spannend wie schon lange nicht und überschatten beinahe die Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen. Egal welchen österreichischen Sender man derzeit aufdreht, man hat das Gefühl, als würde es nur noch Politikerdiskussionen geben. Jetzt mag das eine oder andere Fernsehduell schon langweilig werden, da zum einen immer die selben Protagonisten zu sehen sind und zum anderen fast ständig die gleichen Themen diskutiert werden.

Zu viel Demokratie kann es aber nicht geben. Denn trotz der vielen Aufeinandertreffen von SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern, ÖVP-Herausforderer Sebastian Kurz, Langzeit-Obmann HC Strache (FPÖ), Duracell-Politiker Matthias Strolz (NEOS), Politik-Haudegen Peter Pilz und EU-Grande-Dame Ulrike Lunacek (Grüne) kommen immer neue Facetten der Spitzenkandidaten zu Tage, an denen man sich orientieren kann.

Aber TV hin und TV her: Die Wähler sind heute schon mündig genug zu wissen, wer nur Show macht und wer tatsächlich für die Menschen arbeitet. Und dort sollte man das „Kreuzerl“ machen. Ob auf Bundesebene oder am Sonntag eben im eigenen Ort.