Land könnte es sich nicht leisten. Markus Stefanitsch über den Abschluss des Jahres des Ehrenamtes 2018.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 12. Dezember 2018 (04:24)

Das Drehbuch hätte wohl auch ein Drehbuchautor nicht besser schreiben können: Kurz vor Beginn der Abschlussfeier zum Jahr des Ehrenamtes vergangene Woche in Eisenstadt wurde Alarm wegen eines Großbrandes in Bruckneudorf ausgelöst. Insgesamt waren 28 Feuerwehren mit 380 Feuerwehrleuten zwei Tage im Einsatz.

Alle selbstverständlich ehrenamtlich. Wobei eben das Ehrenamt grundsätzlich alles andere als selbstverständlich ist und schon gar nicht als solches angenommen werden darf. Denn im Burgenland sind nicht nur bei der Feuerwehr oder in anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen, sondern auch in vielen Vereinen rund 100.000 Freiwillige das ganze Jahr über „im Einsatz“. Ohne diese Menschen wäre im Burgenland vieles nicht mehr möglich.

Dass die Landesregierung das Jahr 2018 zum Jahr des Ehrenamtes ausgerufen hat, soll diesen Menschen noch mehr Wertschätzung entgegenbringen.
Das Ehrenamt ist aber nicht nur wegen der erbrachten „sichtbaren“ Leistungen unverzichtbar. Gerade in den Vereinen oder bei der Feuerwehr und „Rettung“ erlernen junge Menschen spürbar, was es heißt, sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen.

Und sieht man sich an, wie viele junge Mädchen und Burschen im Burgenland engagiert sind, so braucht einem nicht bange werden. Denn trotz des Smartphone-Zeitalters sind auch für die Jugendlichen die „alten“ Werte des Zusammenhaltens und der Gemeinsamkeit brandaktuell. So gesehen, kann man jede Förderung, die das Ehrenamt unterstützt, nur unterstützen.

Denn eines ist sicher: Das Land könnte sich die Leistungen, die die Freiwilligen in diesem Land für die Gesellschaft erbringen, sicher nicht leisten.