Lieber sparen als Preise heben. Markus Stefanitsch über Wasserpreise und das „ewige“ See-Thema.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 08. August 2018 (06:33)

Im Hochsommer scheint sich alles um das Wasser zu drehen – jetzt gerade besonders im Burgenland. Da gibt es zum einen das immer wiederkehrende Thema der Austrocknung des Neusiedler Sees sowie den Schlamm, der manche Häfen oder Seebäder beschäftigt. Auch wenn man als Burgenländer mittlerweile ein wenig abgehärtet ist und nicht gleich in Panik verfällt, weil davor in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen gewarnt wird, so darf man dieses Thema nie auf die leichte Schulter nehmen.

Und auch wenn an manchen Stellen (gefühlt) mehr Schlamm als Wasser zu spüren ist, so ist der See in der Gesamtheit nach wie vor eines der schönsten Erholungsgebiete der Region. Dennoch sind sowohl Land als auch die Gemeinden gefordert, das burgenländische Natur- und Tourismusjuwel stets gut zu hegen und zu pflegen, damit es nach wie vor nur bei Warnungen bleibt. Wenn trotz aller Bemühungen der See irgendwann einmal dennoch austrocknen sollte, was Experten in den kommenden Jahren für unwahrscheinlich halten, so wäre dies auch nicht das erste Mal. Europas größter Steppensee ist in 14.000 Jahren rund 100 Mal ausgetrocknet. Zuletzt in den 1860er-Jahren.

Noch verlässlicher sind Burgenlands „Wasserlieferanten“. Wer bei uns zu Hause den Wasserhahn aufdreht, bekommt stets bestes Quellwasser – und das zu einem tollen Preis. Das ist gut so. Die Wasserverbände im Burgenland warnen jetzt davor, dass der Wasserpreis steigen könnte, weil man aufgrund höherer Auflagen mehr Kontrollen durchführen wird müssen. Anstatt den Wasserpreis zu heben, könnten die Verbände aber auch stattdessen in der Bürokratie und bei den unzähligen Politikfunktionären sparen.