Lockdown in unserer Hand. Über das Freihalten von Kapazitäten für Risikogruppen.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 19. November 2020 (05:34)

Nach dem Lockdown, ist vor dem Lockdown! Diese Woche steht ein Großteil des öffentlichen Lebens wieder still und wenn sich die Zahlen wieder nach unten normalisieren, können wir halbwegs entspannte Weihnachten feiern.

Wenn nach dem 6. Dezember aber wieder wie wild Massen-Partys gefeiert werden, tausende Menschen sich durch Einkaufszentren drängen und niemand Abstand hält oder Masken trägt, kann man sich ungefähr ausrechnen, wann wir in den nächsten Lockdown schlittern. Denn eines ist mittlerweile klar: Kein Politiker und keine Regierung können das Virus aufhalten und somit nachhaltig für eine Entlastung des Gesundheitssystems sorgen. Diese Pandemie bekommen wir nur durch Eigenverantwortung in den Griff.

Wenn sich jeder Einzelne auf die minimalsten Regeln halten würde (Abstand halten und Maske tragen), hätten wir keine Sorgen um die Kapazitäten an Intensivbetten. Denn vielen Menschen in unserem Land ist scheinbar noch immer nicht bewusst, was eine Überlastung der Intensivstationen bedeuten würde: Sind die Spitäler voll, gibt es nicht nur keinen Platz mehr für weitere schwere Corona-Patienten, sondern eben auch für alle anderen schweren Fälle wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Krebs. Im schlimmsten Fall bedeutet dies, dass alte Menschen erst gar nicht mehr ins Spital gebracht werden, sondern zu Hause ihrem Schicksal überlassen werden.

Wir haben im Burgenland und in Österreich insgesamt gerade noch die Kapazitäten frei. Mit ein wenig Solidarität, sprich Hygiene-Maßnahmen einhalten, kann jeder Einzelne mithelfen, Menschenleben zu retten. Und das sollte nicht nur im Hinblick auf das Weihnachtsfest eine Selbstverständlichkeit sein.