„Plan D“: Doskozil als heiße Aktie. Markus Stefanitsch über die derzeit wichtigste Personalreserve der SPÖ – in Bund und Land.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 01. März 2017 (06:40)

Nach „Plan A“ von Bundeskanzler Christian Kern und dem „Plan B“ für das Burgenland von Landeshauptmann Hans Niessl kann sich die Bevölkerung langfristig schon auf den „Plan D“, wie Doskozil, einstellen.

Mittlerweile hat sich der österreichische Verteidigungsminister aus dem Südburgenland am Wiener Parkett nämlich bestens eingelebt und gibt verstärkt den Takt in der Regierung vor. Bei seinem jüngsten Coup kann man davon ausgehen, dass die derzeitigen veröffentlichten Eurofighter-Erkenntnisse erst die Spitze des Skandal-Eisberges sind.
Hans Peter Doskozil hat einen anderen Zugang zur Politik als so manch einer seiner Kollegen.

Entscheidungen trifft er in erster Linie anhand von (überprüften) Fakten und sachorientiert – danach kommen die politisch-taktischen Überlegungen hinzu. Gerade deshalb sind seine Umfragewerte österreichweit top. Viele trauen dem 46-Jährigen durchaus zu, das Zeug zum nächsten Kanzlerkandidaten der SPÖ zu haben. Ebenso ist der Sessel als Nachfolger von Landeschef Hans Niessl quasi reserviert. Er selbst beteiligt sich nie an Personaldiskussionen. Zu viele Weggabelungen gäbe es in der Politik, so Doskozil.

Genau aus diesem Grund konzentriert er sich derzeit vor allem auf seine Ressorts Verteidigung und Sport. Mit akribischer Arbeit und einer geschickten Personalführung. Er hat sich die Offiziere des Bundesheeres ins Boot geholt und ist mit den höchsten Vertretern aus dem Sportbereich im ständigen Austausch. Daneben versucht er noch so oft wie möglich mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten. Natürlich wird auch inszeniert, aber dennoch wirkt Doskozil immer authentisch dabei. Beste Voraussetzungen dafür, dass „Plan D“ auch Realität wird.