Steiner braucht hohe Zustimmung. Über den Landesparteitag der ÖVP Burgenland.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 16. Oktober 2019 (06:33)

Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner wird am kommenden Samstag zum Landesparteiobmann der ÖVP (wieder-)gewählt. Beim Parteitag der Türkisen wird auch Bald-Wieder-Kanzler Sebastian Kurz dabei sein.

Man merkt Sebastian Kurz durchaus an, dass er große Sympathien für das burgenländische ÖVP-Team hegt. Vor allem hat er bis heute nicht vergessen, dass sich Thomas Steiner 2017 als einer der ersten ÖVP-Spitzenfunktionäre in Österreich öffentlich für ihn als neuen ÖVP-Chef stark gemacht hatte. Diese Unterstützung will Kurz im burgenländischen Landtagswahlkampf zurückgeben. Nicht umsonst zieren bereits jetzt die ersten Wahlkampfsujets mit Steiner und Kurz gemeinsam die Plakate im ganzen Land.

Thomas Steiner hofft mit dem bundesweiten Rückenwind in der letzten großen SPÖ-Bastion, neben Wien, punkten zu können - bleibt selbst aber Realist und reiht ein Überholen der Doskozil-SPÖ eher ins Reich der Utopie ein.

Allerdings zeigen sich die burgenländischen Türkisen, angetrieben durch den Sieg auf Bundesebene und erstmals Platz eins im Burgenland bei Nationalratswahlen mit einem Vorsprung von fast zehn Prozent auf die SPÖ, hoch motiviert. Die Wahlerfolge geben eben Selbstvertrauen.

Das alles spricht für Spitzenkandidat Thomas Steiner. Der muss es allerdings schaffen, die Funktionäre auf einen anstrengenden Wahlkampf einzustimmen und gleichzeitig die Bäume nicht in den Himmel wachsen zu lassen.

Die Basis für einen erfolgreichen Wahlkampf der Türkisen ist ein von der Partei gestärkter Obmann. So gesehen braucht Steiner am Samstag ein Ergebnis, das knapp an die 100 Prozent Zustimmung reicht.