Tiki-Taka mit Rendi-Wagner. Über Hans Peter Doskozils Tempo und seine Mühen mit der SPÖ-Chefin.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 17. Juni 2021 (01:46)

Der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter ist überzeugt, dass wir eine epidemiologisch tolle Ausgangslage für den kommenden Herbst haben und zog einen fußballerischen Vergleich heran: So als ob wir mit 1:0 gegen Deutschland führen würden. Soll heißen: Es sieht sehr gut aus, aber es kann sich auch schnell wieder drehen und die Lage ernster werden.

Damit will sich im Land derzeit aber niemand beschäftigen. Ein langer Sommer liegt vor uns und derzeit befinden wir uns in der ersten Hitzewelle des Jahres. Ob man die 3 G jetzt mag oder nicht – es ist auf jeden Fall ein Weg, der es ermöglicht, sich wieder mit Menschen persönlich auszutauschen und Kontakte zu pflegen.

Trotz aller Lockerungen werden sich zwei freiwillig nicht mehr an einen gemeinsamen Tisch setzen: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und SPÖ-Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner. Um auch hier den Fußball zu bedienen, könnte man sagen, Doskozil spielt seit Monaten Tiki-Taka. Was für Laien so viel heißt, dass Doskozil ganz viel Ballbesitz hat und Rendi-Wagner läuft nur dem „runden Leder“ hinterher. Beispiel gefällig? Doskozil ist seit Monaten im Burgenland nach wie vor in den Umfragen mit einer absoluten Mehrheit ausgestattet und spult ein Projekt nach dem anderen herunter. Rendi-Wagner hingegen bricht im Vorfeld des SPÖ-Parteitages eine Staatsbürgerschafts-Debatte los, um vielleicht einige Parteifreunde mehr für die Abstimmung zu gewinnen. Der SPÖ selbst hat sie damit keinen Gefallen getan. Auch wenn es ein wichtiges Thema sein mag, der Zeitpunkt ist schlecht gewählt und zeigt von wenig politischem Gespür. Und während Rendi-Wagner noch an der Taktik feilt, läuft Doskozil schon wieder aufs Tor zu …