Tourismus: Jetzt sind alle gefragt. Über die Kritik am Tourismus und fehlende Gesinnung.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 17. Juli 2019 (06:24)

Die ÖVP hat mit ihrer Kritik am Tourismus recht. Auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bemerkte im BVZ-Sommergespräch an, dass gewisse Alleinstellungsmerkmale noch besser herausgearbeitet werden müssen.

Grund für die Kritik ist unter anderem die rückläufige Zahl an Nächtigungen. Doch wer trägt jetzt die Schuld daran? Bis Mitte 2015 war das Ressort noch bei der ÖVP. Gleichzeitig war der ehemalige Landeshauptmann Hans Niessl auch Präsident des Burgenland Tourismus. Wenn die Zahlen top waren, gab es hinter den Kulissen Streit, wer denn nun als erstes die frohe Botschaft der Bevölkerung verkünden durfte.

Seit der rot-blauen Koalition ab Juli 2015 ist der Bereich in den Händen der FPÖ. In dieser Zeit ist auch schon einiges passiert. Vor allem die Umsetzung des neuen Tourismusgesetzes wurde auf Schiene gebracht. Hier gibt es Licht und Schatten. Denn zum einen wurde durch die Verpflichtung zum Zusammenschluss zu größeren Verbänden der Einsatz der öffentlichen Mittel besser kanalisiert.

So macht jetzt nicht mehr jede einzelne Gemeinde ihre eigenen Folder oder Webseiten. Auf der anderen Seite fühlen sich viele Ehrenamtliche durch die Auflösung der kleinen Verbände nicht mehr so stark zur Mitarbeit verbunden, wie die ÖVP kritisiert. Dass FPÖ-Landesrat Alexander Petschnig und Tourismuschef Hannes Anton sehr oft einer roten oder schwarzen Tourismus-Mehrheit gegenüberstehen, macht ihre Sache nicht leichter.

Dennoch gehören Maßnahmen gesetzt, um einen Negativ-Trend zu verhindern. Das wichtigste ist dabei, dass wir es im Burgenland schaffen, die Tourismus-Gesinnung zu heben. Und das schaffen nur alle Parteien gemeinsam.