Wahlkampf-Start mit viel Symbolik. Über die Intensiv-Wahlkampf-Phase vor der Landtagswahl am 26. Jänner.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 08. Januar 2020 (06:15)

Angesagte Revolutionen finden nicht statt. Was ist aber, wenn gar keine Revolutionen angesagt sind? So wie bei der kommenden Landtagswahl im Burgenland. Geht es nämlich nach den jüngsten Umfragen, wird sich in unserem Land wenig bis gar nichts ändern. Sieht man sich die Auftakte der einzelnen Parteien an, so spiegelt sich hier wohl auch das kommende Wahlergebnis.

Hinsichtlich Inszenierung und der Anzahl der Teilnehmer legt hier die SPÖ die Latte sehr hoch. Mit rund 2.700 Menschen in der Messehalle Oberwart vermittelten die Roten eine Aufbruchsstimmung – komplett zugeschnitten und inszeniert für Spitzenkandidat Hans Peter Doskozil. Dass die SPÖ Erster wird im Land, daran zweifelt kaum jemand.
Ebenso sicher ist der ÖVP der zweite Platz. Thomas Steiner und Co. vermittelten ebenso einen professionellen Wahlkampfauftakt.

Die Türkisen haben mit dem neuen, alten Bundeskanzler Sebastian Kurz auch Österreichs beliebtesten Politiker als kräftigen Unterstützer. Und gerade am Anfang erlebt erfahrungsgemäß eine neue Regierung meist die höchsten Beliebtheitswerte, die natürlich auch ins Burgenland durchschlagen werden.

Bei der FPÖ geht es darum, die Verluste in Grenzen zu halten. Beim Auftakt zum Wahlkampf Ende Dezember zeigte sich Spitzenkandidat Hans Tschürtz kämpferisch. Er weiß aber auch, dass er mit einem halbwegs überschaubaren Minus auch weiterhin mit der SPÖ eine Regierung bilden wird.

Die Grünen versprühten beim Wahlkampfstart großen Optimismus ob der Regierungsbeteiligung auf Bundesebene. Für Liste Burgenland und NEOS gilt der Auftakt als Startschuss zum politischen „Überlebenskampf“ im Land.