Wetter zählt jetzt mehr als Corona. Über die Einflüsse des Wetters auf die Corona-Auslaufphase.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 04. Juni 2020 (06:29)

Die lähmende Angst vor dem Corona-Virus dürfte im Großteil der Bevölkerung nun endgültig vorbei sein. Vielleicht täuscht der Eindruck, aber mit dem halbwegs erfolgreichen Tourismus-Neustart am vergangenen Pfingstwochenende darf man sich im Burgenland nun voll auf den kräftigen Neustart freuen – in allen Bereichen.

Denn nicht nur die Arbeitslosenzahlen gehen bereits zurück, auch der sichtbare Umgang mit dem Virus fällt Tag für Tag immer weniger ins Gewicht. Spätestens mit dem Ende der Maskenpflicht wird uns das Virus nicht mehr im Alltag „verfolgen“. Der Motivationsschub des Landes Burgenland mit den Gutscheinen für Tourismus und Kultur ist bei aller Kritik vor allem eines: Ein Zeichen, dass sich die Menschen wieder an ein normales Leben gewöhnen können und sollen.

Natürlich herrscht noch hier und da eine gewisse Unsicherheit, wie man in Hotels, der Gastronomie oder in Geschäften und der Öffentlichkeit miteinander umgeht. Im Tourismus spielte am Pfingstwochenende sicher auch noch das Wetter mit. Der alte Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ ist nur bedingt richtig. Bei schönem, warmen Wetter liegt man lieber am See, sitzt gemütlich im Schanigarten oder flaniert durch die Gemeinde oder in der Ortschaft. Diese sprichwörtliche Wärme braucht es jetzt in den nächsten Wochen. Nicht nur für den Tourismus und die Gastronomie.

Diesen Aufschwung brauchen jetzt vor allem auch alle gefährdeten Betriebe. Dann können noch viele mit einem blauen Auge das Jahr 2020 schaffen. Wer schon nach einem Monat Corona-Lockdown zusperren musste, kann nicht allein das Virus für das Scheitern verantwortlich machen.