Wirte und Hotels am Abstellgleis. Über ein Öffnen der Gastronomie und Hotellerie mit Hausverstand.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 18. Februar 2021 (04:34)

Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast schon lustig: Genau zu Ostern soll die Hotellerie und Gastronomie ihre Auferstehung aus dem Corona-Lockdown feiern.

Seit Beginn dieser Woche ist die Katze aus dem Sack. Gastronomie und Hotels bleiben zu. Die Stimmung ist nicht nur bei den Unternehmern, sondern auch bei vielen Teilen in der Bevölkerung gekippt. Keine Frage: Es muss nach wie vor höchste Priorität haben, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und die ältere Generation sowie Risikogruppen zu schützen. Dennoch kann man über so manche Maßnahmen der Regierung im Umgang mit der Pandemie mittlerweile nur mehr den Kopf schütteln. Die Menschen haben einfach kein Verständnis, dass man mit negativem Test zum Friseur oder Masseur darf – ohne Abstand natürlich.

Und andererseits darf man sich nicht in ein Lokal setzen oder in ein Hotel fahren, wo man locker den nötigen Abstand halten kann. Und alle fragen sich: Warum genehmigt man keine Schnelltests vor Lokalen oder Hotels? Mittlerweile gibt es sicher eine überwältigende Mehrheit, die sich gerne 15 Minuten vor einem Lokal anstellen würde, um einen Test zu machen, nur um einige ungezwungene Stunden in Gesellschaft zu verbringen. Man ist daher verleitet zu sagen: Wenn alle negativ getestet sind, warum muss man dann Abstand halten, wenn in einem bestimmten Bereich nur „Negative“ versammelt sind?

Solche Fragen will der normale Hausverstand nicht so einfach hinnehmen und führt zum Frust in der Bevölkerung und einer fast schon depressiven Grundstimmung. Und die Gruppe der vielen engagierten Wirte und Hoteliers kommt – trotz bester Hygienekonzepte – wieder einmal unschuldig zum Handkuss.