Zusammenhalt über den Dingen. Über die oft kritisierten Rückhaltebecken und den Einsatz der Feuerwehr.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 15. Mai 2019 (06:35)

„Geld macht glücklich, wenn man rechtzeitig drauf schaut, dass man’s hat, wenn man’s braucht“ – lautete der wohl berühmteste Spruch des bekannten Fernsehmoderators Josef „Joki“ Kirschner, der im April 2016 im Alter von 84 Jahren im südburgenländischen Oberdorf gestorben ist.

Sein Spruch lebt weiter und man kann einfach das Wort „Geld“ gegen „Rückhaltebecken“ tauschen. Die starken Regenfälle im Osten Österreichs haben vielerorts Straßen innerhalb kürzester Zeit in kleine Flüsse verwandelt. Und nur aufgrund dieser Becken kam es nicht zu Übertritten von Bächen und blieben hunderte Häuser doch noch halbwegs im Trockenen. Spätestens seit diesem Wochenende regt sich wohl kaum jemand mehr über die Millionen-Ausgaben für die Rückhaltebecken im ganzen Burgenland auf. Und überall dort, wo noch diskutiert wird, sollte rasch gehandelt, eben rechtzeitig „drauf g’schaut werden, dass man bald eines hat“.

Doch neben diesen baulichen Projekten als wichtige Prävention bei Unwettern ist eine andere Maßnahme noch viel wichtiger: Die stetige Unterstützung und Förderung der Freiwilligen Feuerwehr und aller anderen Helfer in Notsituationen. Gerade in derartigen Krisenfällen wie vergangenes Wochenende im Nordburgenland und Anfang der Woche im Südburgenland sieht man die unbezahlbare Arbeit der Feuerwehren im ganzen Land.

Den Einsatz jener Männer und Frauen, die ohne zu zögern ihre Freizeit opfern und nicht nur kurzfristig helfen, sondern uns dadurch auch einen Spiegel vorhalten. Einen Spiegel, der uns daran erinnern lässt, dass nicht allein das Geld glücklich macht, sondern es letztendlich der Zusammenhalt ist, der über den anderen Dingen in der Gesellschaft steht.