Bescheidenheit als Saison-Zielsetzung. Über die verbleibende Fußballmeisterschaft, die für eine Wertung zur Hälfte gespielt sein muss. Nur das zählt.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 27. Dezember 2020 (05:00)

Die Corona-Verordnungen und der Sport stehen in einem besonderen Spannungsverhältnis. Einerseits ist der Sport, Stichwort Bewegung für die Gesundheit, durchaus trendy. Keine Pressekonferenz der Regierungsspitze vergeht, in der die Message nicht mittransportiert wird. Schwitzen und auslüften draußen ja, das möglichst alleine, mit Abstand. Andererseits ist es bei der Vielzahl an Sportarten auch schwer zu differenzieren, was im Detail doch möglich sein könnte und was nicht.

Sport bleibt also trendy, mehr bis auf weiteres nicht. Daran wird sich durch den ab 26. Dezember schlagenden dritten Lockdown bis zumindest 17. Jänner nichts ändern. Auch wenn viele Sparten schon in den Startlöchern scharren.

Die Fußball-Community im Burgenland etwa, wo nach dem Herunterfahren des Meisterschaftsbetriebs Ende Oktober die Punktejagd fortgesetzt werden soll. Schließlich gilt es, nach der Saison-Annullierung im Frühjahr 2020 diesmal eine Wertung zustande zu bringen. Dafür braucht es, wie an dieser Stelle schon mehrmals geschrieben, zumindest die komplette Hinrunde.

Die besagten 50 Prozent der Partien zu erreichen (mancherorts fehlen bis zu sechs komplette Spieltage), schien zu Beginn der neuen Saison im Spätsommer leicht möglich. Da und dort durfte auch damit spekuliert werden, dass die gesamte Meisterschaft gespielt werden könne.

Längst geriet das System aber schwer ins Stocken. Zwar gibt es einen vom Burgenländischen Fußballverband erstellten Fahrplan, wie alle verbleibenden Runden noch abgewickelt werden könnten, dafür müsste aber schon Ende Jänner ein Mannschaftstraining möglich sein. Es dürfte ab Beginn der ersten angesetzten Pflichtspiele Ende Februar witterungsbedingt wenig bis nichts passieren.

Ah ja: Covid-19 müsste de facto eingedämmt sein, um Absagen zu vermeiden. Ziemlich viel müsste da zusammenkommen. Zu viel. Wenn also am Ende der Saison überall zumindest die Hälfte gespielt wurde und die Meisterschaft gewertet wird, wäre das ein Erfolg. Einigen wir uns lieber auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner.