Der Ei(ge)nbau ist das wichtigste Inserat. Über den Vizemeistertitel der AKA- U15: top für den Einstieg, mehr zählt noch immer, was am Ende rausschaut.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 12. Juni 2019 (05:53)

Mit dem jüngsten U15-Erfolg hat sich die Fußballakademie (AKA) Burgenland vor allem im Osten Österreichs stark positioniert. Der aktuelle Vizemeistertitel hinter Red Bull Salzburg weist das Team von Trainer Manuel Takacs als höchst konkurrenzfähige Truppe aus. Was der Nachwuchs-Schmiede eine attraktive Note verleiht. AKA-Sportchef Franz Ponweiser spielt eine Saison wie diese freilich in die Karten, gerade wenn er etwaige Top-Talente (und deren Eltern) überzeugen muss, sich für die burgenländische Variante zu entscheiden. Eine sportlich gute Perspektive als Basis für eine entsprechende Entwicklung der Youngsters ist im Kampf um mögliche Juwelen eine zusätzliche Argumentations-Grundlage.

Das eigentliche K.o.-Kriterium ist aber nach wie vor die transparente Durchgängigkeit von der U15 bis zu den Amateuren und in weiterer Folge den Profis des SV Mattersburg, die in diesem Entwicklungsgefüge das Ende der Fahnenstange sein sollen. Ein Beispiel: Verteidiger David Nemeth (18) hat in der Ostliga Praxis gesammelt und durfte zum Saisonende erstmals Bundesliga-Luft schnuppern. Hier stellt sich mittlerweile mehr und mehr eine Kultur des aktiven Einbaus ein, die den Besten der Akademie auch jene Perspektiven bietet, die zwingend nötig sind: sich tatsächlich bis ganz rauf arbeiten zu können und nicht irgendwann vor einer imaginären Mauer zu stehen. Gerade deshalb ist jeder einzelne Rohdiamant, der im Bundesliga-Kader eine realistische Chance erhält und sich dann tatsächlich durchsetzt, das wichtigste und effektivste Eigeninserat für die Fußballakademie Burgenland.