Die Chance auf Beweismaterial. Über die Personalsorgen beim SV Mattersburg, die auch ein Prüfstein für die qualitative Breite des Kaders sind.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 26. Februar 2020 (06:05)

Toptorschütze Andi Gruber ist verletzt und fällt aus. Kapitän und Abwehrchef Jano ist verletzt und fällt aus. Florian Hart war verletzt und musste zuletzt ersetzt werden. Andreas Kuen, Nedeljko Malic, Fabian Miesenböck und Philipp Erhardt sind mit vier Gelben Karten gefährdet. Vor dem Ende des Grunddurchgangs samt Teilung der Zwölferliga und dem Start der Qualifikationsgruppe tut sich beim Personalgefüge des SV Mattersburg also einiges. Kürzlich war das noch ganz anders. Vor dem Spiel am 16. Februar in Graz gegen Sturm hatte Coach Franz Ponweiser eine so große Auswahl, dass gleich sechs fitte Akteure nicht einmal einen Platz im Kader hatten. Die besagte Warteschlange auf Einsätze könnte zumindest kürzer werden, die Fluktuation in der Startelf höher. Das mag ein Problem sein, wenn es am Platz um Automatismen, Laufwege, Kombinationen oder kollektive Stabilität geht. Wie das bei einer eingespielten Mannschaft der Fall ist. Andererseits gibt es auch den Blick über den sportlichen Tellerrand und die Kaderplanung für die neue Saison 2020/2021. Nun könnten sich unzufriedene Profis mit bislang weniger Einsatzzeit aufdrängen. An der Qualität sollte es nicht scheitern. Die wird jeder Einzelne, der den Anspruch eines Bundesliga-Profis verfolgt, bei sich selbst sehen. Nun braucht es dafür Beweismaterial.