Die realistischere Vorlaufzeit

Erstellt am 23. Juni 2022 | 04:37
Lesezeit: 2 Min
über den „Doch-noch-nicht-Einstieg“ der Burgenland Juniors. Dieser Schritt verschafft Zeit – die muss nun auch effektiv genützt werden.
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Nach der Saison ist vor der Saison. Der Spielausschuss des Burgenländischen Fußballverbands hat die neuen Ligen und Klassen für die Saison 22/23 eingeteilt. Somit steht das Grobgerüst jener Klubs, die im Landesverband künftig antreten.

In keiner Liga scheinen dabei die frisch gegründeten Burgenland Juniors auf. Dabei war der Plan, dass der nun neue Verein als Kampfmannschaftsfortsatz der Fußballakademie Burgenland in die Burgenlandliga quereinsteigt und so den AKA-Youngsters gute Perspektiven für die Zeit danach liefert.

Das Projekt wurde nach hinten verschoben, tatsächlich liegt es aktuell einmal auf Eis. Wichtiger ist, wie auch Juniors-Obmann und Sport Burgenland-Geschäftsführer Toni Beretzki klarstellt, die Gespräche mit dem potenziell strategischen Partner – es soll sich um Benfica Lissabon handeln – weiterzuführen und bestenfalls zu einem Abschluss zu bringen.

Ein sportlicher Ausbau des Akademie-Konstrukts macht schließlich nur Sinn, wenn neben dem Land als Mehrheitseigentümer auch ein starker Interessensvertreter im Spiel ist. Doch wann auch immer es zu einem Abschluss kommen sollte: Um einen, dem Akademie-Betrieb übergeordneten, Verein sportlich zu etablieren, braucht es auch eine seriöse Vorlaufzeit. Andernfalls wird es schwer eine organisatorische Struktur – vom Betreuerstab über Helfer und Funktionäre – zu etablieren und sofort gestärkt durchzustarten.

Und dann wäre da noch die Frage, wer denn aus der Akademie tatsächlich bei den Juniors auflaufen wird. Zahlreiche Youngsters sind begehrt, einige haben sich angesichts der Kurzfristigkeit längst für andere Klubs entschieden. Ohne eine schlagkräftige Truppe wäre aber der Plan in Gefahr, von Beginn weg sportlich zu glänzen. Schließlich wollen die Burgenland Juniors eine repräsentative Basis für eine neue starke Fußballkraft im Land darstellen. Das soll nicht nur gut klingen, sondern auch gut sein. Auch deshalb ist der nächstmögliche Anlauf für einen Einstieg mit 2023 realistischer.