Dunkler Wolfsberger Schatten als Begleiter. Bernhard Fenz über das immer dichter zusammenrückende Feld der Bundesliga, wo Details entscheiden werden.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 10. Oktober 2018 (05:52)

Die Befürworter der neuen Zwölferliga werden sich die Hände reiben. Weil die Bundesliga nach 22 Runden in die oberen Sechs und die unteren Sechs geteilt wird, schielen zahlreiche Klubs immer unruhiger in Richtung des ominösen Strichs. Die steigende Spannung lange vor Saisonschluss ist dem dicht gedrängten Feld geschuldet. Ok, Meister und Leader Salzburg spielt in einer eigenen Liga.

Da wird nach dem Grunddurchgang auch nur kurzfristig ein wenig neue Würze ins Spitzenfeld kommen, wenn die Punkte geteilt werden und sich somit auch der Vorsprung auf die Verfolger verringert. Das Bullen-Solo Richtung Titel bleibt vorprogrammiert. Dahinter dürfen das Überraschungsteam aus St. Pölten und der LASK zumindest schon mal für oben planen. Ab Platz vier geht es aber rund. Die Austria liegt gerade einmal vier Zähler vor Rapid – und die Hütteldorfer sind derzeit als Siebenter knapp unter dem Strich. Ab dem Achten Mattersburg bricht sowieso der Wahnsinn aus, trennen die letzten Fünf doch gerade einmal zwei Punkte.

Ob sich für den SVM in dieser Konstellation am Ende tatsächlich ein Platz in der sogenannten Meistergruppe ausgeht? Bei dieser Dichte können Details entscheiden – und hier tragen die Burgenländer eine Last mit sich. Das 0:6 daheim gegen den WAC in Runde vier ist hauptverantwortlich für das grün-weiße Torverhältnis von minus elf. Kommt es also hart auf hart, droht Mattersburg bei Punktegleichheit gegen die Konkurrenz das Nachsehen. Das ist der dunkle Wolfsberger Schatten, der den SVM begleitet.