Ehrenamtlichkeit bei Laune halten. Über die notwendigen unbürokratischen Maßnahmen in der Corona-Krise.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 25. März 2020 (05:55)

Welche Auswirkungen wird der aktuelle Stillstand des öffentlichen Lebens nach dem Abebben der Corona-Krise (wann auch immer das sein wird) auf sämtliche Bereiche der Gesellschaft haben? Antworten auf diese Fragen zu finden, ist derzeit schwer. Prognosen deuten auf einen Rattenschwanz an Problemen in sämtlichen Lebensbereichen hin. Die Wirtschaft anzukurbeln und Jobs für die Menschen sicherzustellen, steht hier besonders weit oben auf der Prioritätenliste der öffentlichen Hand.

In diesem Zusammenhang mag der Sport (vor allem im Amateurbereich) das Podest verpassen. Was aber nichts daran ändert, dass es für die zahlreichen Klubs und die vielen ehrenamtlichen Funktionäre aufgrund entgangener Einnahmen ebenfalls Soforthilfen für das Aufrechterhalten der Betriebe benötigt – um einem prognostizierten Vereinssterben vorzubeugen.

Umso wichtiger ist es, unbürokratische Maßnahmen zu setzen und unnötige Hürden bei der Unterstützung beiseite zu schieben. Laut Sportlandesrat Christian Illedits soll das der Fall sein, was die finanzielle Unterstützung durch Bund und Land für den Sportbetrieb betrifft. Oder wenn es um aktuelle Fördermittel geht, die nun auch ohne die eigentlich nötigen Sitzungen des Sportbeirats ausgeschüttet werden können. Das alles ist essenziell. Denn gerade im Sport muss die Ehrenamtlichkeit bei Laune gehalten werden – noch bevor sich die Prioritäten verschieben und auch handelnde Personen andere Probleme haben, als alles Herzblut aufzubringen und einen brachliegenden Verein wieder zu reaktivieren. Dann könnte nämlich vielerorts die organisierte Existenz der schönsten Nebensache der Welt wirklich in Gefahr kommen.