Ein erster Schritt für wichtige Stärkung. Über die längst nötige Installierung der ersten Liga für eine Volleyball-Erwachsenen-Meisterschaft.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 11. September 2019 (06:04)

Österreichs Herren starten am Freitag im ersten EM-Spiel gegen Mit-Gastgeber Belgien die „EuroVolley 2019“. Um den rot-weiß-roten Spitzensportlern optimale Bedingungen zu bieten, wurde auch im Burgenland getüftelt. Das VIVA-Landessportzentrum Steinbrunn, offizieller Trainingsstützpunkt des Nationalteams, kann auf einen zuletzt eigens installierten mobilen 80.000 Euro-Hallenboden zurückgreifen. Volleyball hat also in der professionellen Spitze – zumindest infrastrukturell – einen burgenländischen Touch. Im Fall einer erfolgreichen Nationalmannschaft ist das klarerweise immer eine prestigeträchtig-schöne Sache.

Massentauglich wird’s aber erst dann, wenn es in die Breite geht. Wenn Volleyball im Burgenland mehr auf die Überholspur gerät. Wenn sich neue Klubs bilden. Wenn parallel dazu der Beachvolleyball-Trend mitgenutzt wird. Wenn sich der durchaus attraktive Schulsport auch im Erwachsenenalter fortsetzt. Und wenn auch der Mangel an Männer-Teams (diametral zum Fußball ist Volleyball hierzulande überwiegend eine Mädchen- und Frauensportart) zum Thema wird.

Für Lösungen und Mittel braucht es neben dem Land, das laut Aussendung Volleyball im Burgenland fördern will, auch einen starken Fachverband. Am Samstag wird beim Burgenländischen Volleyballverband, der bislang zwölf Mitgliedsvereine zählt, ein neuer Vorstand gewählt. Was schon jetzt fix ist: Künftig soll es eine Burgenländische Frauen-Landesliga geben. Was im Nachwuchs in den verschiedenen Altersstufen funktioniert, soll also endlich auch bei den Erwachsenen klappen – ein Meisterschaftsbetrieb, zumindest einmal in einer Liga. Bislang wanderten die Teams nämlich in die aufgrund der Konkurrenzsituation besser aufgestellten Nachbar-Bundesländer ab. Künftig dürfen die Mannschaften – wenn sie wollen – zwar weiterhin sportlich fremdgehen, müssen aber gleichzeitig auch im Burgenland mitspielen. Kurzfristig mag das hierzulande noch keinen Zusatz-Boom auslösen. Ein erster Schritt für die so wichtige Stärkung der rot-goldenen Volleyball-Struktur ist es allemal.